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Entwicklung und Evaluation eines Kommunikationstrainings zum Eltern-Lehrer-Gespräch

Projektleitung, wiss. Mitarbeiter/in

 

Leitung:  Prof. Dr. Michael Behr
Wiss. Mitarbeit: 

Dipl.-Päd. G. Aich (RL),

Dipl.-Päd, L’n S. Mühlhäuser-Link 

Kontakt: 

michael.behr@ph-gmuend.de;

gernot.aich@ph-gmuend.de

Schlagwörter:   Kommunikationstraining, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer 


Kurzbeschreibung


Ein Training zur Förderung des Dialogs zwischen Eltern und Lehrerpersonen wird entwickelt und sowohl von Lehramtstudierenden, von Anwärtern der beiden in Schwäbisch Gmünd ansässigen Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung GHS und RS, als auch von Lehrerinnen und Lehrern in der Praxis erprobt. Theoreti-scher Hintergrund der Konzeption des Trainings sind die Transaktionsanalyse, der personzentrierte Ansatz und die systemische Theorie. Das Training ist in drei Module gegliedert und vermittelt Kommunikationskompetenzen, die laut Bildungsplan 2004 von Lehrerpersonen gefordert werden. Es wird erwartet, dass trainierte Lehrerinnen und Lehrer von Eltern im Gespräch kompetenter erlebt werden und die Gespräche eine nachhaltige positive Wirkung haben.


Ziele und Fragestellungen:

Wir verfolgen die Fragestellung, ob das Training günstige Auswirkungen auf das Gesprächsverhalten von Lehrerpersonen hat, ob Outcome-Erwartungen bestätigt werden und ob trainierte Lehrerpersonen nachhaltigere Problemlösungen gemeinsam im Gespräch mit Eltern erzielen können. Verschiedene transaktionsanalytische Konstrukte werden erfasst und auf ihre Funktion im Gesprächsverlauf analysiert. Ebenso interessiert der Zusammenhang von personzentriertem Gesprächsverhalten und positiver Einschätzung des Gesprächsverlaufs.


Methoden:

In einer Interventionsstudie mit Versuchsgruppen-Kontrollgruppen-Design mit drei Messzeitpunkten (Prä-Post-Follow up) werden Lehrerpersonen aus verschiedenen Schularten trainiert, ebenso wird das Training bei Lehramtsanwärtern und Lehramtstudierenden durchgeführt. Während eines Schulhalbjahres finden drei jeweils 1,5-tägige Fortbildungsmodule mit zusätzlichem Supervisionsangebot statt.


Inhalte des Trainings sind:

Modelle der Transaktionsanalyse, personzentriertes Gesprächsverhalten, Kennenlernen von inadäquaten Verhaltensweisen in der Kommunikation, von Grundsätzen der Beratung und von Kommunikationstypen, Einführung in systemische Interventionen, Selbsterfahrung und Supervision.
Als abhängige Variablen werden personzentriertes Verhalten, Gesprächsführung aufgrund von transaktionsanalytischen Modellen, Glaubwürdigkeit und Kompetenz der Lehrerperson mittels Selbst- bzw. Fremdrating-Prozeduren in realen und Rollenspielgesprächen und mittels schriftlicher Tests erhoben.


Hauptergebnisse:

Erste Ergebnisse einer Explorationsstudie ergaben teilweise signifikante Effekte bezogen auf alle drei Messzeitpunkte. Erste Ergebnisse belegen die Wirksamkeit des Trainings. Es zeigt sich, dass personzentriertes Gesprächsverhalten zur Akzeptanz und zur Anerkennung der Kompetenz der Lehrerperson beiträgt.

 

Laufzeit:  36 Monate
Finanzierung:  Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Regierungspräsidium Stuttgart-Abteilung Schule und Bildung



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