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Problemdefinitionen und Bedürfnislagen an das Eltern-Lehrer-Gespräch

Projektleitung, wiss. Mitarbeiter/in

 

Leitung:  Prof. Dr. Michael Behr 
Wiss. Mitarbeit:  

Dagmar Hölldampf,

Dipl. Päd. G. Aich (RL) 

Kontakt:  dagmar.hoelldampf@ph-gmuend.de 
Schlagwörter:   Eltern-Lehrer-Gespräch, Eltern, Lehrer, Kommunikation  


Kurzbeschreibung


Kooperationsprojekt zwischen der gemeinnützigen Elternstiftung Baden-Württemberg und der Abteilung Psychologie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd.
Probleme und Bedürfnisse von Seiten der Eltern und Lehrer an das Eltern-Lehrer-Gespräch werden untersucht. Das Kooperationsprojekt ist eingebettet in das Projekt „Erziehungspartnerschaft“ der Elternstiftung.


Fragestellungen:

Wir verfolgen die Fragestellung, ob es förderliche Bedingungen von günstig verlaufenden Gesprächen gibt, welche Problemlösungsblockaden es im Kommunikationsprozess in speziellen Setting der Schule gibt und welche Einflüsse Rahmenbedingungen und Gesprächsinitiative auf den verlauf von Gesprächen haben. Ebenso interessiert uns welche Vor- und Nachteile Eltern und Lehrer in der Beteiligung von Schülern am Gespräch sehen.


Ziel der Forschung:

Lehrer und angehende Lehrer besser auf die Situation in den Schulen vorbereiten zu können, durch die Ergebnisse dieser Forschung sollen Kommunikations-Trainings für Lehrer didaktisch und methodisch optimiert werden, um insgesamt effektiver eingesetzt werden zu können. Die Forschung kommt somit unmittelbar den Lehrern, Eltern und nicht zuletzt den Schülern zugute.


Methoden:

In einer Interviewstudie wurden 17 LehrerInnen und 15 Elternvertreter durch leitfadengestützte Interviews befragt. Diese Interviews werden derzeit einer transkriptbasierten Analyse unterzogen. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt mit der Methode qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring unter zu Hilfenahme der Software MAXQDA. Auf Grundlage der ersten Ergebnisse der qualitativen Forschung wurde je ein Fragebogen für Lehrer und Eltern entwickelt, welche zusätzliche quantitative Ergebnisse liefern sollen.


Ergebnisse:

Erste Ergebnisse ergaben, dass es viele gut verlaufende Eltern-Lehrer-Gespräche gibt und dass laut Lehrer richtig problematische Gespräche eine Seltenheit sind. Auf Seiten der Eltern sieht das anders aus, diese sind oft unzufrieden mit dem Ausgang von Gesprächen, agieren aber nicht weil sie auf Grund der Machthierarchie Konsequenzen für ihre Kinder fürchten. Zudem sehnen sich viele Eltern nach einem vertrauensvolleren Klima und einer weniger direktiven Art der Lehrer. Als besonders problematisch werden beratungsresistente Eltern von Lehren erlebt, außerdem beklagen auch Lehrer oft Unsicherheit gegenüber Eltern und wünschen sich vertrauensvollere Beziehungen. Durchgängig bemängeln Lehrer, dass sie in ihrer Ausbildung, weder in der ersten noch in der zweiten Phase, gar nicht oder nur mangelhaft auf Eltern-Gespräche vorbereitet wurden, sie haben sich über die Jahre hinweg Strategien für den Umgang mit Eltern zurechtgelegt, auf die sie aber in emotionalen Situationen oft nicht mehr zurückgreifen können.

 

Laufzeit:   Dezember 2005 – Oktober 2006
Finanzierung: 

gemeinnützige Elternstiftung Baden-Württemberg,

Baden Württemberg Stiftung


Kongressbeiträge:
Hölldampf, D., Aich. G., Behr, M. (2006). Needs and problem definitions of the parent-teacher conference from the view of person-centered perspective. Poster auf der der 7th World Conference for Person-Centered and Experiential Psychotherapy and Counseling, 14. Juli 2006 in Potsdam, Germany.



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