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Prof. Dr. Karin Priem

Prof. Dr. Karin Priem

Prof. Dr. Karin Priem
Université du Luxembourg

Unité de Recherche LMCI

Campus Walferdange

Route de Diekirch, B. P. 2

L-7201 Luxembourg

E-Mail: karin.priem@uni.lu

 

 

 

Schwerpunkte in der Lehre

  • Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft,
  • Disziplingeschichte

 

Aktuelle Forschungsprojekte

 

  • Bildungskarrieren, Lehrberuf und Migration
    Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für Lehrer- und Lehrerinnenbildung der Universität Tübingen (Dr. phil. habil Philipp Thomas)
    Untersucht werden sollen die spezifischen Bildungskarrieren sowie die Motivation und spezifischen Probleme von Lehramtsstudierenden mit Migrationshintergrund bezogen auf ihre Sudien- und Berufswahl. Ein mittelbares Interesse ist auch die besondere Kompetenz von künftigen Lehrerinnen und Lehrern mit Migrationshintergrund bei der Integration und schulischen Förderung ausländischer Jugendlicher. Die Untersuchung bezieht sich auf Lehramtsstudierende der PH Schwäbisch Gmünd und der Universität Tübingen.

 

  • Computeredition/Gesamtausgabe des Briefwechsels Spranger/Hadlich (1903-1960): DFG-gefördertes Projekt in Zusammenarbeit mit der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin und der Universität Tübingen (Prof. Dr. Klaus-Peter Horn)
    Computeredition/Gesamtausgabe der Korrespondenz zwischen Eduard Spranger und Käthe Hadlich, an die sich auf lange Sicht andere Korrespondenzen und Textgattungen anschließen sollen.

 

  • Notieren und Lesen, Exzerpieren und Unterstreichen: Eduard Sprangers Bibliothek als Gelehrtenwerkstatt
    Gelehrtenbibliotheken repräsentieren nicht nur das intellektuelle Profil eines Autors, sondern bergen auch materielle Aspekte, die Wissenschaft als physische Tätigkeit und sichtbare Bearbeitung von Texten in den Mittelpunkt rücken. So gesehen stellt eine Bibliothek die handwerkliche und intellektuelle Grundlage eines Autors dar, durch die sich dieser im Laufe seines Lebens mittels bestimmter Techniken durcharbeitet. Im Rahmen dieses Projekts wird die intellektuelle Biographie Eduard Sprangers mit deren materiellen und quantitativen Bedingungen in Verbindung gebracht. Quellengrundlage ist die 18.000 Titel umfassende Bibliothek Eduard Sprangers, die in der Universitätsbibliothek Tübingen als geschlossener Bestand erhalten und aufgestellt ist. Die Bücher zeigen intensive Bearbeitungsspuren (handschriftliche Kommentare, Unterstreichungen in verschiedenen Farben, längere Exzerpte), die einer ständigen (sichtbaren) Revision unterzogen wurden.

 

  • Diskurse über Bildungskarrieren: Zur Politik von Begriffen
    Das geplante Forschungsprojekt widmet sich der Frage, welche Begriffe die Wissenschaftssprache der deutschsprachigen Bildungsforschung bis zum Erscheinen der nationalen PISA-Studien geprägt haben. Ihr Wandel, so die leitende These, ist durch einen ständigen semantischen Umbau gekennzeichnet, der differierende Erkenntnisinteressen und Wirklichkeitskonstruktionen anzeigt und an dem zudem verschiedene wissenschaftliche Disziplinen beteiligt sind. Durch das Verfolgen von zirkulierenden Begriffen in sich (international) kreuzenden Theorien und Analysen ihres Gebrauchs werden auch bildungspolitische Einschlüsse zur Sprache kommen.

 

  • Künstlerische Familienfotographie im 20. und 21. Jahrhundert: Sozialgeschichte und Bilderwissen im internationalen Vergleich
    Das geplante Projekt rückt fotografische Bilder von Familie im 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt. Über einen langen historischen Zeitraum soll am Beispiel der künstlerischen Fotografie gezeigt werden, wie Fotografien als Mittel der Befragung des tradierten Bildes von Familie in Europa und den USA eingesetzt wurden und werden. Das Projekt stützt sich auf bildwissenschaftliche Verfahren und ist als kul-turell vergleichende Studie angelegt.

 

 

Tagungsorganisation

Jahrestagung der Sektion Historische Bildungsforschung in der DGfE im September 2009 zum Thema „Die Materialität der Erziehung“. (PDF-File)

In der Bildungsgeschichte wurde das Thema „Materialität der Erziehung“ in jüngster Zeit vielfältig aufgegriffen: Dazu gehören u. a. Arbeiten zu Form, Funktion und Bedeutung von Schulbauten und deren Möblierung, zur Produktion und Konsumgeschichte von Spielwaren oder zum Design von speziellen Objekten und Nahrungsmitteln für Kinder. Insgesamt ist damit eine Hinwendung zur historischen Anthropologie sowie zu einer kulturgeschichtlichen Erforschung des Sozialen verbunden wie sie in der Alltags- und Mentalitätsgeschichte bereits angestoßen wurde. Aus bildungs- und erziehungshistorischer Sicht eröffnet sich damit ein weites Spektrum an Themen, das über die oben bereits erwähnten Forschungsgegenstände weit hinaus geht. Dazu gehört zum Beispiel die Frage nach der Bedeutung von Erinnerungsgegenständen in der autobiographischen Reflexion, die kulturgeschichtliche Analyse diätetischer Regeln, von Werkzeugen der Körperpflege und Instrumenten der Kultivierung des Körpers, die Erforschung von Möbeln und Kleidungsstücken als Bedeutungsträger (so zum Beispiel als Zeichen generationaler und sozialer Zugehörigkeit) sowie Mittel der Disziplinierung, die Analyse didaktischer Materialien und der versammelten Dinge einer musealen Repräsentation von Erziehung- und Bildungsprozessen. Dabei ist es sicher lohnenswert, diese Themenfelder im internationalen, zumindest aber im europäischen Vergleich zu bearbeiten.

 

Publikationen

Curriculum vitae

 

01.10.2005  W3-Professur für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd 
01.10.04-30.09.2005  Vertretung einer C 4-Professur für Allgemeine Pädagogik an der PH Schwäbisch Gmünd 
August 2002  Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst (Salzburg): Besuch der Fotografie-Klasse von Lynn Cohen. 
01.10.00-30.10.2004  Vertretung einer C 4-Professur für Allgemeine Didaktik an der Universität Bonn und kommissarische Leiterin des Bonner Ausbildungszentrums für Lehrerinnen und Lehrer. 
Juli/August 2000  Freie Mitarbeiterin der Handschriftenabteilung des Deutschen Literaturarchivs in Marbach (Archivierung und wissenschaftliche Bearbeitung des Nachlasses von Reinhard Buchwald). Danach: Marbach-Vollstipendium der Deutschen Schillergesellschaft am Deutschen Literaturarchiv in Marbach/Neckar. 
18.01.1999  Habilitation (Erziehungswissenschaft). 
15.10.1995-14.10.1998  Habilitationsstipendium der DFG. 
01.03.1993 - 29.02.2000  Wissenschaftliche Angestellte am Institut für Er-ziehungswissenschaft der Universität Tübingen, Abteilung Allgemeine Pädagogik.  
15.02.1991 - 28.02.1993  Wissenschaftliche Angestellte an der Pädagogischen Hochschule Weingarten; damit verbunden war die Arbeit an einem von der „Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft“ geförderten Projekt über die Geschichte des württembergischen Volksschullehrer- und Lehrerinnenvereins; Mitarbeit in der Lehre im Fachbereich Allgemeine Pädagogik. 
April 1992 - Okt. 1992  Fachwissenschaftliche Betreuung des vom Förderprogramm Frauenforschung des Ministeriums für Arbeit, Familie und Sozialordnung Baden-Württemberg finanzierten Ausstellungsprojekts "Gut behütet - streng bewacht. Tübinger Dienstmädchen nach der Jahrhundertwende". 
24.01.1990  Promotion 
Jan. 1990 - Nov. 1990  Konzeption, Gestaltung sowie organisatorische Umsetzung des Ausstellungsprojekts "150 Jahre Sophienpflege Tübingen-Pfrondorf". 
Okt. 1984 - April 1987  Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg. 
11.02.1983  Diplomprüfung für Pädagogen. 
SS 1979 - WS 1982/83  Studium der Erziehungswissenschaft an der
Universität Tübingen. 
WS 1978  Studium der Pädagogik und der Psychologie an der New York State University. 
Dez. 1977 bis Aug. 1978 Industriepraktikum bei der IBM Deutschland GmbH 
15.11.1977  1. Dienstprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. 
WS 1974/75 - WS 1977/78 Studium an der PH Ludwigsburg. 
 
Herausgeber-, Redaktions- und Beiratstätigkeit Mitherausgeberin der Reihe "Studien und Dokumentationen zur deutschen Bildungsgeschichte" (Böhlau Verlag)

Mitherausgeberin des Jahrbuchs für Historische Bildungsforschung (Julius Klinkhardt Verlag)

Mitherausgeberin der Zeitschrift "Historische Literatur" (Franz Steiner Verlag)

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der "Educational Review" (Birmingham)

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Schweizerischen Zeitschrift für Bildungswissenschaften

Redaktionsmitglied bei HBO (Historische Bildungsforschung Online) und bei H-Soz-u-Kult (Humanities. Sozial- und Kulturgeschichte)

Vorsitzende der Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)


Weiterführende Links
Historische Bildungsforschung Online

Sektion Historische Bildungsforschung der DGfE

Humanities. Sozial- und Kulturgeschichte

Educational Review

 



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