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Bilderbücher als Chance für die Lesemotivation

Am 26. Januar erhielt Eva-Maria Dichtl von der Rektorin der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd ihre Doktorurkunde. Ihre Dissertation „Das zeitgenössische Bilderbuch. Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung“ widmet sich dem modernen Bilderbuch, das viel mehr ist als nur ein Medium für Kleinkinder. Selbst die Profis der Literaturvermittlung in Schulen und Kindergärten unterschätzen seine Bedeutung für die Vermittlung von Lesemotivation als Vorläufer von Lesekompetenz sowie Bildlesekompetenz, wie Eva-Maria Dichtl in ihrer empirischen Untersuchung zeigen konnte.


Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann (rechts) und Prorektorin Prof. Dr. Claudia Vorst (links) freuen sich bei der Übergabe der Promotionsurkunde an Dr. Eva-Maria Dichtl über den Impuls der Forschungsarbeit für die Leseförderung

Dabei bleibt die Arbeit aber nicht stehen. Dichtl, abgeordnete Grundschullehrerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der PH, hat ein differenziertes Modul für die Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen entwickelt, das diese für effektive Vermittlungsprozesse sensibilisiert und ihnen geeignete Methoden an die Hand gibt, um die literarästhetischen, sprach- und lesefördernden Eigenschaften des modernen Bilderbuchs zu erschließen.

Die Arbeit steht exemplarisch für das jahrelange Bestreben der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, gesellschaftlich und bildungspolitisch relevante Forschung zu betreiben und Lehrerprofessionalisierung voranzutreiben. Allein im Fach Deutsch forschen aktuell mehrere Wissenschaftlerinnen zur Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von Schreib- und Literaturvermittlern: Prof. Dr. Claudia Vorst hat beispielsweise mit Gründung des Bilderbuchzentrums eine Reihe von Fortbildungsangeboten zur Sprach- und Leseförderung entwickelt, die sich an Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher und andere Personenkreise außerhalb der Hochschule ebenso wie an die Studierenden richten. Dr. Andrea Steck entwickelte bereits 2008 in ihrer Doktorarbeit zum Thema „Förderung des Leseverstehens in der Grundschule“ geeignete Fortbildungsbausteine für Lehrkräfte, die sie in der Region vielfach multipliziert hat und die in ihre regelmäßigen Lehrveranstaltungen „Lesen und Textverstehen“ oder „Leseschwierigkeiten“ einfließen. Nina Grausam erforscht aktuell die Diagnosekompetenz von Lehrpersonen als Voraussetzung für die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern bei der Textproduktion im Schreibunterricht.