PH Schwäbisch Gmünd » Die PH » Aktuelles » News
Nächster Artikel >
< Vorheriger Artikel

Staatssekretärin Gurr-Hirsch diskutiert mit Wissenschaftlerinnen von den Pädagogischen Hochschulen über Ernährungs- und Verbraucherbildung in der Schule

Kinder und Jugendliche sollten in der Schule grundlegende Kompetenzen für eine gesundheitsförderliche Alltagsbewältigung erwerben. Die Ernährungs- und Verbraucherbildung sollte daher in allen allgemeinbildenden Schulen strukturell verankert und von speziell dafür ausgebildeten Lehrkräften unterrichtet werden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse eines Austauschs von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) mit Vertreterinnen des Fachs Alltagskultur und Gesundheit der Pädagogischen Hochschulen Schwäbisch Gmünd, Karlsruhe und Heidelberg am 23. Januar 2017 an der PH Schwäbisch Gmünd.


Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (3. v. rechts) mit Sigrid Waibel [stell. Referatsleitung Ernährung, MLR], Prof. Dr. Angela Häußler [PH Heidelberg], Prof. Dr. Silke Bartsch [PH Karlsruhe], Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann und Prof. Dr. Petra Lührmann [PH Schwäbisch Gmünd] (v. l)

Wichtig für einen erfolgreichen Unterricht sind, so die Vertreterinnen der Pädagogischen Hochschulen, ausreichend fachliche, didaktische und pädagogische Kompetenzen der Lehrkräfte. Eine kompetenzorientierte Ernährungs- und Verbraucherbildung verbindet die theoretischen Zusammenhänge mit den Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten in der alltäglichen Lebensführung und übt diese teilweise auch ein. Dazu ist die Professionalität der Lehrkräfte in der Ernährungs- und Verbraucherbildung unerlässlich. Fachfremd unterrichtende Lehrkräfte können dies nicht gewährleisten. Außerschulische Aktionen sind eine gute Ergänzung, aber kein Ersatz für den schulischen Unterricht.

Eine strukturelle Verankerung der Ernährungs- und Verbraucherbildung in allen allgemeinbildenden Schulen ist aus Sicht aller Beteiligten notwendig, um allen Schülern und Schülerinnen Zugang zur Bildung im Bereich der Gestaltung des Ess- und Konsumalltags zu ermöglichen. Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels haben in den letzten Jahrzehnten Basiswissen, zum Beispiel über die Herkunft und Zubereitung unserer Nahrung, oder notwendige Konsumkompetenzen zur Teilhabe in einer digitalen und globalen Welt kontinuierlich abgenommen. Gleichwohl ist das Interesse von Schülerinnen und Schülern sowie von Studierenden am Themenbereich Ernährung und Konsum sehr hoch. So erfreut sich auch das Fach Alltagskultur und Gesundheit an allen Pädagogischen Hochschulen des Landes einer sehr hohen Nachfrage.

Die Kooperation zwischen den PH Vertreterinnen des Faches Alltagskultur und Gesundheit und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist seit langem sehr eng und gut. So wurde zum Beispiel 2016 das Landesprojekt es MLR „Fit im Alltag- Zusammen kochen und essen“ von der PH Schwäbisch Gmünd erfolgreich evaluiert. Aktuell wird in dem Kooperationsprojekt Clever der Transfer der Leitperspektive Verbraucherbildung in den schulischen Unterricht vom MLR unterstützt. Am 17. und 18. Februar findet zudem eine Fachtagung des Fachverbandes Haushalt in Bildung und Forschung (HaBiFo) und des Forschungszentrums Verbraucher, Markt und Politik (CMMP) zum Thema Konsum in der digitalen Welt in Karlsruhe statt, die von den Fachvertreterinnen der drei Pädagogischen Hochschulen Schwäbisch Gmünd, Heidelberg und Karlsruhe organisiert und vom MLR finanziell unterstützt wird.