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Drei Wünsche für Burundi – Mutige Journalistin zu Besuch in PH-Seminar

Burundi ist ein kleines Land nahe dem Äquator. Obgleich das Partnerland von Baden-Württemberg ein fruchtbares und von Naturkatastrophen verschontes Land ist, gehört es zu den ärmsten Regionen der Welt. Zu den Ursachen zählt auch die politische Situation im Land, in dem ein Präsident, dessen Amtszeit längst abgelaufen war, die Macht an sich riss. Als Reporterin berichtete Ines Gakiza für einen unabhängigen Radiosender, der zu den beliebtesten des Landes gehörte. Weil das den Machthabern ein Dorn im Auge war, musste sie täglich um ihr Leben fürchten. Am 26. Januar war Gakiza zu Gast an der PH Schwäbisch Gmünd, um aus ihrem Heimatland zu berichten.


Ines Gakiza, Prof. Schöne von der PH Schwäbisch Gmünd und Marieluise Beckhoff von der Palm-Stiftung (v.l.)

Gakiza floh ins Nachbarland Ruanda und baute dort mit anderen Journalisten wieder eine Radiostation auf. Für dieses mutige Engagement erhielt sie im letzten Jahr den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit der Schorndorfer Palm-Stiftung, der unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten vergeben wird. Über eine Kooperation mit der Palm-Stiftung konnte Professor Dr. Helmar Schöne, Politikwissenschaftler von der PH, Gakiza an die PH holen. „Im persönlichen Gespräch mit der Preisträgerin haben die Studierenden nicht nur von einem wenig bekannten Land erfahren, sondern auch, welch kostbares Gut eine unabhängige und freie Presse ist“, freut sich Schöne über die einmalige Gelegenheit. „Als Frau Gakiza von ihrer gefährlichen Arbeit berichtete, konnte man im Seminarraum eine Stecknadel fallen hören.“ Marieluise Beckhoff von der Palm-Stiftung ergänzt: „Mit dem Preis wollen wir nicht nur das Engagement für Pressefreiheit ehren, wir möchten auch junge Menschen in Schulen und Hochschulen anregen, sich mit Menschenrechten auseinanderzusetzen.“  

Zum Abschluss des Besuchs im PH-Seminar wurde Ines Gakiza gefragt, was Sie sich erträumen würde, wenn sie für Burundi drei Wünsche frei hätte. Ihre Antwort: Ein Signal der Internationalen Gemeinschaft gegen den korrupten Präsidenten, einen Dialog zwischen der Regierung und der Opposition und die Förderung von Entwicklungsprojekten, um die vielen jungen Menschen zu unterstützen, die etwas in Burundi aufbauen möchten.