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Studiengang Pflegewissenschaft startet an der PH Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit den Kliniken Ostalb

„Damit der medizinische Fortschritt bei den Menschen ankommt, brauchen wir mehr akademisch ausgebildete Gesundheitsfachkräfte. Mit dem neuen Bachelorstudiengang schaffen wir gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und den Kliniken Ostalb ein wichtiges Angebot für den Zukunftsbereich Pflege. Durch den neuen Studiengang wird die Qualität in der Gesundheitsversorgung nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickelt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zum Start des Bachelor-Studiengangs Pflegewissenschaft im kommenden Wintersemester.


Prof. Dr. Annegret Horbach (Professurvertretung Pflegewissenschaft), Prof. Dr. Johann Behrens (Professurvertretung Pflegewissenschaft),

Prof. Dr. Annegret Horbach (Professurvertretung Pflegewissenschaft), Prof. Dr. Johann Behrens (Professurvertretung Pflegewissenschaft),

Der Studiengang der PH Schwäbisch Gmünd ist der erste primärqualifizierende Studiengang der Pflegewissenschaft in Baden-Württemberg, das heißt: Die Studierenden erhalten nun erstmalig eine hochschulische Erstausbildung in Pflege, also in einem Studiengang der Pflegewissenschaft, der analog zu einem Medizinstudium in der Verantwortung der Hochschule liegt und entsprechend berufspraktische und theoretische Anteile enthält. Ein besonderer Schwerpunkt wird u. a. auf der Akutpflege liegen. In Schwäbisch Gmünd können die Studierenden zudem anschließend den Master und die Promotion absolvieren. „Insgesamt ein ganz neuer und einmaliger Weg im Süden“, sagt PH-Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Studiengangs am 19. September an der PH. Ein Weg, mit dem die PH, in deren wissenschaftliches Profil der Bereich Gesundheit fest verankert ist, dem Ruf nach akademisch ausgebildeten Gesundheits- und Pflegekräften begegnet. Zudem trägt die Einrichtung des Studiengangs, die durch den beachtlichen Erfolg der PH Schwäbisch Gmünd im Landesprogramm „Akademisierung der Gesundheitsfachberufe“ möglich wurde, zur schnellen Entwicklung und Etablierung des jungen Forschungsfeldes der Pflegewissenschaft bei.

Das Wissenschaftsministerium stellt für den neu eingerichteten Studiengang jährlich 525.000 Euro zur Verfügung. Dank dieser großen finanziellen Förderung des Wissenschaftsministeriums und der guten Zusammenarbeit ebenso mit dem Sozialministerium wurde der Studiengang zügig auf den Weg gebracht. Aber auch mit dem Landkreis, den Kliniken Ostalb, den Klinik- und Pflegeleitungen und den Pflegeschulen zogen die Akteure für das gemeinsame Ziel an einem Strang und sorgten dafür, dass die Studierenden beste Bedingungen vorfinden. „Ich freue mich, dass in unserem Landkreis auch eine hochschulische Ausbildung in der Pflege etabliert werden kann“, unterstrich Landrat Klaus Pavel die Bedeutung für den Gesundheitsstandort Ostalbkreis. „Dem steigenden Fachkräftebedarf im pflegewissenschaftlichen Bereich möchten wir gerne Rechnung tragen und unterstützen den Studiengang durch eine Kooperation mit unseren Kliniken“, betonte der Landrat bei der Pressekonferenz.

Neben der Theorie beinhaltet das siebensemestrige wissenschaftliche Studium zahlreiche praktische Elemente, die die Studierenden unter anderem zusammen mit Medizinstudierenden in den Kliniken Ostalb und ihren Partnereinrichtungen absolvieren. Am Stauferklinikum wurde dafür mit den Fördermitteln eigens ein „Skills Lab“ eingerichtet. In diesem speziellen Übungsraum können die Studierenden an realistischen Modellen oder in Simulationen praktische Fertigkeiten erlernen und gezielt üben. So werden die Studierenden dazu befähigt, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete pflegerische Handlungen umzusetzen.

Durch die Verzahnung von Berufspraxis und Theorie sind die Absolventinnen und Absolventen optimal für die Zukunft gerüstet. Mit Abschluss ihres Studiums erhalten sie den akademischen Grad Bachelor of Science sowie die staatliche Anerkennung als Gesundheits- und KrankenpflegerIn, mit der sie auch in der Alten- und Kinderkrankenpflege arbeiten können. „Die Studierenden erwerben neben einer hohen Fach- und Sozialkompetenz, die Fähigkeit interdisziplinär zu arbeiten. Das macht sie für den Arbeitsmarkt noch attraktiver“, ist sich Beckmann sicher. Denn Fachkräfte im Gesundheitssektor werden in Baden-Württemberg – auch aufgrund des demografischen Wandels – dringend gebraucht.


Info

  • Prof. Dr. Steve Strupeit wird das Institut Pflegewissenschaft an der PH Schwäbisch Gmünd leiten.
  • Gründungsprofessoren: Prof. Dr. Johann Behrens und Prof. Dr. Annegret Horbach
  • Zulassungsbedingungen: Allgemeine Hochschulreife oder Eignungsprüfung, Nachweis über ein mindestens vierwöchiges Praktikum an einer Patienten versorgenden Einrichtung oder einschlägige Berufsausbildungen bzw. Berufstätigkeiten
  • Studienanfängerplätze: 35

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