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Dringender Handlungsbedarf bei Studienplatzkapazitäten im Grundschullehramt

Der Leiter des Staatlichen Schulamts Göppingen Jörg Hofrichter und die Rektorin der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd Prof. Dr. Astrid Beckmann begrüßen die Aufstockung der hochschulischen Kapazitäten im Grundschulbereich, halten dies aber angesichts hoher Schülerzahlen und fehlender Lehrkräfte noch nicht für ausreichend.


Prof. Dr. Astrid Beckmann mit dem Leiter des Staatlichen Schulamts Göppingen Jörg Hofrichter

In ihrem Jahresgespräch kamen Hofrichter und Beckmann zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Studienanfängerplätze an der PH Schwäbisch Gmünd im Grundschullehramt deutlich erhöht werden muss, um mittelfristig den Bedarf der Schulen in der Region zu decken, deren Lehramtsnachwuchs größtenteils in Schwäbisch Gmünd studiert hat. Hierfür muss das Wissenschaftsministerium in Abstimmung mit dem Kultusministerium die notwendigen Mittel für den Kapazitätsausbau zur Verfügung stellen. Die Pädagogische Hochschule hatte pro Jahr bereits jeweils etwa 70 zusätzliche Plätze besetzt, aber ohne die dafür nötigen Mittel vom Ministerium. „Das Grundschullehramt ist ein attraktiver und gefragter Beruf, so dass die Bewerbungen für einen Studienplatz an der PH Schwäbisch Gmünd in den letzten Jahren stets weit über den vom Wissenschaftsministerium bewilligten Kapazitäten lagen und wir weitere Studienplätze besetzen könnten“, erläutert Rektorin Beckmann, „wir können dies aber nicht ohne einen deutlichen Ausbau der Personal-, Raum- und Sachressourcen schaffen."

Neben der Erhöhung der Studienanfängerplätze ist die Lehrerfort- und -weiterbildung eine weitere wichtige Säule zur fachgerechten Lehrerversorgung und Unterrichtsqualität. Hofrichter und Beckmann begrüßen eine Bündelung der Lehrerfortbildung im Land. Es wird erwartet, dass diese Bündelung zu einer Erhöhung der Qualität durch den Einsatz von Expertinnen und Experten führt, aber auch zu einer passgenaueren Aufgabenverteilung. Das Schulamt könnte sich damit wieder mehr um die originären Aufgaben der Schulberatung, Schulbegleitung und Schulaufsicht kümmern. Entsprechend sollte die systematische Einbindung der Pädagogischen Hochschulen als lehrerbildende Hochschulen selbstverständlich sein, da dort die Lehrerbildung und die fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Forschung verortet ist, so dass eine Vernetzung der Lehrerbildung und Fortbildung möglich wird, insbesondere die forschungsorientierte Lehrerfortbildung. Schulamtsleiter Hofrichter verweist dabei auf die gemeinsamen Veranstaltungen des Schulamts und der Hochschule sowie auf die von den Lehrerinnen und Lehrern stark nachgefragten Lehrerfortbildungsformate der PH Schwäbisch Gmünd wie das Gmünder Lehrerforum oder den Gmünder Tag der Grundschulmathematik. Hofrichter fügt hinzu: "Insbesondere für den ländlichen Raum Ostwürttembergs stellt die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd als traditionsreiches Lehrerbildungsinstitut einen bedeutsamen Standortfaktor für die Bindung von zukünftig in der Region tätigen Lehrkräften dar. Zugleich ist sie als hochmodernes Wissenschaftszentrum Impulsgeber für wichtige Weiterentwicklungen zum Beispiel in den Bereichen der Medienbildung und Digitalisierung."


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