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Gespräche hilfreich führen

Mit Gesprächen helfen wir vor allem dann, wenn unser Gegenüber dadurch eigene widersprüchliche Motive und Gefühle klären kann. Die Person kann sich dann selbst besser verstehen und Problemlösungen erarbeiten. Dies ist eine der wichtigen Grundbedingungen der Gesprächsführung, die Prof. Dr. Michael Behr in seinem Bericht aus seinem Forschungssemester mit dem Thema „Gespräche hilfreich führen, Spiel interaktiv gestalten – Konzepte und Wirksamkeit personzentrierter Beratung und Spieltherapie“ am 16. November auf dem Dies Academicus der PH Schwäbisch Gmünd vorstellte.


Prof. Dr. Michael Behr

Prof. Dr. Michael Behr

Behr vertritt dabei ein Verständnis der Beratungsarbeit, das viele Methoden integriert, z. B. lösungsorientiertes Arbeiten, Entscheidungsfindung, Arbeit mit Träumen, dem Zeichnen oder dem Körperempfinden. Dieser Ansatz schlägt sich auch im Buch „Gespräche hilfreich führen“ nieder, das Prof. Behr gerade zusammen mit anderen erfahrenen Expertinnen und Experten der Beratung und Gesprächspsychotherapie im Beltz Juventa Verlag veröffentlicht hat.

Ähnliches wie für die Gesprächsführung gilt für die Spieltherapie mit Kindern. Sie organisieren ihr Erleben in ihrem Spiel und erfahren die beste Förderung durch eine einfühlsame Begleitung des Spielens. In pädagogischen Einrichtungen wie Kindergärten nimmt daher gerade das Spielen und die professionelle Begleitung eine zentrale Rolle ein. Insgesamt hat die Wirksamkeitsforschung in der Psychotherapie gezeigt, so Prof. Behr, dass die bekannten Verfahren alle ähnlich wirksam sind. Aufschlussreicher sind Wirkfaktoren nach Grawe, wie die therapeutische Beziehung, die Ressourcenaktivierung, die Motivationsklärung, die Problemaktualisierung und -bewältigung.


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