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Rektorin Beckmann fordert für Wissenschafts- und Kultusministerium ein gemeinsames Ressort für Lehrerfortbildung mit eigener Verantwortung


Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann

Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann

Das Jahr geht dem Ende entgegen. Es ist Zeit, um Bilanz zu ziehen. Dies tat die Rektorin der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, Prof. Dr. Astrid Beckmann, sehr intensiv: Der Rückblick auf 2017 war im Bildungsbereich insbesondere geprägt durch die Diskussion um Folgerungen aus den Ergebnissen der schulischen Vergleichsstudien, wonach die Schülerinnen und Schüler mancher anderer Bundesländer sich verbessert hatten und Baden-Württemberg im Vergleich dazu hinterher hängt.

Als eine der Ursachen wurde erkannt, dass die baden-württembergischen Lehrerinnen und Lehrer durchschnittlich weniger an Lehrerfortbildungen teilnahmen; und die von der Kultusministerin daraufhin gestartete Lehrerbefragung zeigte, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer mehr Fortbildungen wünschen, die forschungsorientiert sind und wissenschaftlich fundiert umsetzbare Hinweise für ihren Unterricht liefern. Gemeint ist Bildungs- und Unterrichtsforschung, insbesondere fachdidaktische Forschung.

„Diese Forschung findet an den Universitäten und insbesondere an den Pädagogischen Hochschulen statt“, erläutert Beckmann. Verantwortlich für die Hochschulen ist das Wissenschaftsministerium, während die Schulen dem Kultusministerium zugeordnet sind. „Die Zuordnungen sind jeweils sinnvoll, aber gerade für die Lehrerfortbildungen ist diese Trennung fatal“, resümiert Beckmann, die zusammen mit den anderen Rektoren der Pädagogischen Hochschulen schon lange die systematische Einbindung der Lehrerfortbildungen der PHs in die Landesstruktur fordert. Denn bisher verzichtet das Land darauf und die PHs bieten ihre forschungsorientierten Fortbildungen zumeist zusätzlich und sogar ehrenamtlich an. Lehrerinnen und Lehrer können oft nicht teilnehmen, da sie schon zu Fortbildungen des Kultusministeriums verpflichtet sind.

Dabei hatten die PHs bereits gemeinsam mit Wissenschafts- und Kultusministerium ein gemeinsames Fortbildungskonzept entwickelt, zur Umsetzung kam es dann aber nicht. Auch die Planung der vom Kultusministerium anvisierten Institute zu Schulqualitätsforschung und Lehrerfortbildung sehen bisher keine strukturelle Einbindung der bestehenden Forschung ein. „Sicher geschuldet den getrennten Ministerien“, schließt Beckmann.

Die Rektorin der PH Schwäbisch Gmünd fordert deshalb ein gemeinsames Ressort „Lehrefortbildung und Lehrerweiterbildung“ der beiden Ministerien mit eigener Verantwortung und einem eigenen Budget. „Nur durch ein gemeinsames Ressort wird eine sachorientierte Weiterentwicklung der Lehrerfort- und Lehrerweiterbildungen gelingen und eine Lehrerfort- und Weiterbildung die Lehrerinnen und Lehrer erreichen, die gleichermaßen die Forschung der Hochschulen und die notwendigen Fortbildungsbedarfe an den Schulen erfolgreich einbezieht“.


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