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Ein Wissenschaftler, der Daten für Taten nutzt

Mit dem Start des neuen Bachelorstudiengangs Pflegewissenschaft im Wintersemester 2017/2018 hat die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd auch ein neues Gesicht: Prof. Dr. Steve Strupeit ist Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft und verantwortet in dieser Funktion sowohl den Studiengang zur Pflegewissenschaft als auch den Masterstudiengang Pflegepädagogik, der in Kooperation mit der Hochschule Esslingen im Sommersemester startet.


“Wissenschaft und Praxistransfer aus Leidenschaft“ ist die Maxime von Prof. Steve Strupeit, Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft an der PH Schwäbisch Gmünd

“Wissenschaft und Praxistransfer aus Leidenschaft“ ist die Maxime von Prof. Steve Strupeit, Leiter des Instituts für Pflegewissenschaft an der PH Schwäbisch Gmünd

Für die PH ist Strupeit ein Glücksgriff, verfügt er doch über weitreichende Erfahrung in Wissenschaft und Praxis: Vor seiner Berufung an die PH war er Professor für Pflegewissenschaft an der Hochschule München und arbeitete zudem lange als Gesundheits- und Krankenpfleger. Den Leitspruch „Wissenschaft und Praxistransfer aus Leidenschaft“ hat sich der 37-Jährige, der vor allem zu Mobilität und Lebensqualität forscht, auf die Fahnen geschrieben. Über sich selbst sagt er: „Ich sehe mich als Wissenschaftler, der Daten für Taten benutzt.“ Konkret heiße das, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu bringen, aber auch für angemessene strukturelle Bedingungen zu kämpfen. Und hier kommt die Leidenschaft ins Spiel, denn nur mit dieser könne man zu Veränderungen aktiv beitragen, so Strupeit.

Wie essenziell eine gute Vernetzung von Wissenschaft und Praxis ist, macht Strupeit an einem Beispiel deutlich: „Was nützt es, wenn wir wissen, wie ein Dekubitus (Druckgeschwür) entsteht, wenn wir diese Erkenntnisse in der Praxis nicht anwenden und umsetzen können?“

Dass die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe sowohl die Absolvent/innen als auch Kliniken vor eine Herausforderung stellt, mag Strupeit nicht abstreiten. Trotzdem sieht er die Zeit dafür gekommen: „Die Kliniken müssen dafür bereit sein. Wir werden in den nächsten Jahren mit einem ‚Skill-Grade-Mix‘ arbeiten müssen. Eine Stations- oder Abteilungsleitung wird dann viel mehr Managementkompetenzen benötigen und es werden weniger die klassischen pflegerischen Aufgaben im Fokus stehen. Dafür sind dann akademisch ausgebildete Pflegefachkräfte gefragt, die neueste Erkenntnisse recherchieren, reflektieren und umsetzen können.“ Doch für diese müssen die Stellen zum Teil erst neu geschaffen werden, daher rät Strupeit seinen Studierenden: „Die Absolventen müssen sich überlegen, in welchem Bereich sie arbeiten wollen, und sowohl fordernd als auch mit dem nötigen Respekt auftreten. Sie müssen bereit sein, ihre eigene Stelle mitauszugestalten.“


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