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Vom Nachbarn lernen

So unterschiedlich Deutschland und Italien auch sind, die Flüchtlingskrise stellt beide Länder vor ähnliche migrations- und gesellschaftspolitische Herausforderungen. In beiden Fällen geht es insbesondere darum, eine dauerhafte Balance zu finden zwischen dem Anspruch, Tradition und Identität von Minderheiten zu schützen und der Forderung sich an die Mehrheitsgesellschaft anzupassen.


Ehemalige des Doppelmasterstudiengangs Interkulturalität und Integration tauschten sich über die Praxis der Flüchtlings- und Integrationsarbeit aus.

Ehemalige des Doppelmasterstudiengangs Interkulturalität und Integration tauschten sich über die Praxis der Flüchtlings- und Integrationsarbeit aus.

Das ist das Ergebnis einer Tagung von Absolventen und Absolventinnen des deutsch-italienischen Doppelmasterstudiengangs „Interkulturalität und Integration / Scienze Pedagogiche per l’interculturalità e la media education" der PH Schwäbisch Gmünd und der Università della Calabria, die sich im Deutsch-Italienischen Zentrum für Europäische Exzellenz in der Villa Vigoni am Comer See mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft trafen. Ziel der Tagung, die von Prof. Dr. Stefan Immerfall und Rosaria Rossella Pugliese geleitet wurde, war es, von Strategien im jeweils anderen Land zu lernen. Die ehemaligen Studierenden, die mittlerweile an Institutionen und Einrichtungen der Migrations- und Flüchtlingsarbeit beschäftigt sind, brachten eigene Erfahrungen ein, die durch Beiträge von Migrationsforscher/innen, Verwaltungs- und Sprachwissenschaftler/innen vertieft wurden. Die deutschen Vertreter/innen zeigten sich vom offenbar sehr inklusiven Schulsystem Italiens beeindruckt, während ihre italienischen Kolleg/innen über die Großzügigkeit des deutschen Jugend- und Sozialhilfesystems erstaunt waren. „Die lange Anreise hat sich gelohnt“, resümierte denn auch Rahel Wacker, ehemalige Studierende und nun Ehrenamtskoordinatorin beim Malteser Hilfsdienst in München.


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