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Lehrerbildung für die digitale Welt – Digitalstrategie der PH Gmünd bundesweites Good-Practice-Beispiel

Das Hochschulforum Digitalisierung hat die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd in einer Überblicksstudie als eines von elf Good-Practice-Beispielen für die erfolgreiche Integration digitaler Medien und Medienkompetenzen in das Lehramtsstudium vorgestellt. Die Studie hebt insbesondere die gelungene Wissenschafts-Praxis-Verzahnung der PH hervor.


Zweitklässlerinnen der Klösterleschule gestalten mit Studierenden E-Books

Zweitklässlerinnen der Klösterleschule gestalten mit Studierenden E-Books

ZweitklässlerInnen filmen ihren Studenten im digitalen Klassenzimmer der Klösterleschule

ZweitklässlerInnen filmen ihren Studenten im digitalen Klassenzimmer der Klösterleschule

PH-Student Maximilian Göller erstellt mit ZweitklässlerInnen E-Books an der Klösterleschule

PH-Student Maximilian Göller erstellt mit ZweitklässlerInnen E-Books an der Klösterleschule

Das unabhängige mmb Forschungsinstitut hat im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung, einer vom Bundeswissenschaftsministerium geförderten Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz, Good-Practice-Beispiele zur Verbesserung der digitalen Kompetenz der Lehrkräfte in Deutschland identifiziert und jetzt in einer Überblicksstudie vorgestellt. „Die PH Schwäbisch Gmünd überzeugte die Experten und Expertinnen mit dem systematischen Ausbau und der engen Wissenschafts-Praxis-Verzahnung im Bereich digitaler Medien in den letzten Jahren“, freut sich Prof. Dr. Lutz Kasper, Prorektor für Studium, Lehre und Digitalisierung, über die Anerkennung der zukunftsweisenden Arbeit in der Lehrerbildung.

Die PH Schwäbisch Gmünd schaffte 2015 mit der Gründung des Zentrums für Medienbildung unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Irion eine wesentliche strukturelle Voraussetzung zum Ausbau der Angebote. „Ziel des Zentrums für Medienbildung ist es insbesondere, alle Studierenden und Lehrkräfte mitzunehmen. Studien zeigen, dass gerade Lehramtsstudierende besonders wenig medienaffin sind. Unsere Konzepte richten sich daher nicht nur an Digitalfreaks, sondern vor allem auch an Lehrkräfte und Studierende, die beim Thema digitale Bildung noch am Anfang stehen“, hebt Prof. Irion hervor. Dabei kooperiert das Zentrum für Medienbildung auch mit der Stadt Schwäbisch Gmünd, insbesondere bei der Durchführung von Lehrerfortbildungen.

Wichtiges Kernelement der Digitalisierungsstrategie der PH ist eine enge Verzahnung der Forschung mit der Lehrpraxis, weshalb neben dem Media Education Lab an der Hochschule auch ein speziell nach aktuellem technologischen Standard eingerichtetes digitales Klassenzimmer in der Klösterleschule in Schwäbisch Gmünd betrieben wird, in dem Studierende, Lehrkräfte und WissenschaftlerInnen niederschwellige Lerntechnologien lernen und erproben können. Weitere Partnerschulen sind die Grundschule Hardt und die Grundschule Mutlangen.

Seit 2016 läuft an der PH u.a. das von der Deutschen Telekom Stiftung unterstützte interdisziplinäre Forschungsprojekt „ProMedia Primar 3P“. Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die Förderung von Kompetenzen im Bereich der digitalen Bildung in allen drei Phasen (3P) der Lehreraus- und -weiterbildung, begonnen bei den Gmünder Grundschullehramtsstudierenden. Darüber hinaus ist die Pädagogische Hochschule am Entwicklungsverbund „Digitales Lernen Grundschule“ beteiligt, bei dem sechs Universitäten und Hochschulen ebenfalls mit Unterstützung der Telekom Stiftung kooperieren. Dabei entwickelt die PH in den Fächern Konzepte für mediengestützte Unterrichtsdiagnostik und Fremdsprachenunterricht, fördert Kompetenzen des produktiven Umgangs mit digitalen Medien in der Grundschule und Sekundarstufe, beispielsweise durch spielerische Programmieransätze oder der Erstellung von E-Books und Erklärfilmen, und entwickelt darüber hinaus Beratungskonzepte zum Kindermedienschutz.