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Berufsorientierung – ein langer Prozess

Damit die Ausbildung zum Erfolg führt, braucht es gute Beratung und Begleitung, die vor allem die Fachkräfte der Berufsorientierung leisten. Um deren Arbeit zu professionalisieren, entwickelte die Gmünder PH zusammen mit vier Projektpartnern aus Österreich, Spanien, Slowenien und dem Vereinigten Königreich ein europäisches Qualifizierungskonzept, Weiterbildungsmodule nach Berufsfeldern sowie einen Good-Practice-Leitfaden. Das sind die Ergebnisse des Erasmus+-Projekts BOQua, die die Projektverantwortlichen bei einer Tagung rund 40 Experten aus Europa und Ostwürttemberg in der Wissenswerkstatt Gmünder Eule vorstellten.


„Grundgedanke des Projekts ist, dass eine gute Qualifizierung der Fachkräfte der Berufsorientierung dazu beitragen kann, dass Jugendliche ihre Ausbildung nicht abbrechen“, erklärt Prof. Dr. Lars Windelband, der zusammen mit Heike Arold das Projekt koordiniert. So soll das Qualifizierungskonzept EU-weit einheitlich sein und auf Qualitätsstandards basieren. Die zwölf Weiterbildungsmodule sind u. a. auf verschiedene berufliche Sektoren zugeschnitten, wie den gewerblich-technischen, den handwerklichen oder den kaufmännischen Bereich. Ebenso erhalten die Akteure durch den Good-Practice-Leitfaden wichtige Hilfestellung zur Umsetzung von Maßnahmen zur Berufsorientierung: Die aufgeführten Maßnahmen zeigen, welche Aktivitäten empfehlenswert sind. Bei z. B. der Berufssafari, einer Maßnahme aus Österreich, begeben sich Jugendliche auf Entdeckungsreise durch sechs verschiedene Berufsbereiche, in denen sie sich praktisch ausprobieren können.

Dass die Berufsorientierung nachhaltig verbessert werden müsse, zeigte Sema Toykan vom Kommunalen Bildungsbüro der Stadt anhand von Befragungsergebnissen zur Berufsorientierung mit Schüler/innen der Sekundarstufe 1 und Gymnasien. Die Experten – Wolfgang Bliem vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft in Wien, Annette Pfefferle von der Bundesagentur für Arbeit in Gmünd, André Louis, IHK Ostwürttemberg, und Daniela Maschka-Dengler, Rektorin der Gmünder Friedensschule – waren sich innerhalb der Podiumsdiskussion einig, dass die Berufsorientierung noch stärker gefördert werden muss. Der nachhaltige Transfer des Konzepts aus dem Projekt BOQua in die Region könne, so der Vorschlag der Tagungsteilnehmer/innen, über die Lehrerausbildung und die Ausbildung des Fachpersonals der Bundesagentur für Arbeit erfolgen. Darüber hinaus sprachen sie sich dafür aus, die Qualifizierung anderen Akteuren über Seminarangebote freier Institutionen zugänglich zu machen.


Projektpartner:

  • Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Deutschland
  • ibw – Österreichisches Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft
  • Coleg y Cymoedd, Vereinigtes Königreich
  • Solski center Nova Gorica, Slowenien
  • Department of Education – Comunidad Foral de Navarra, Spanien

Ergebnisse, Präsentationen und weitere Informationen unter www.boqua.eu 


Dateien:
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