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Bildungssysteme unter Druck

Was ein Kind in frühen Jahren lernt, hängt auch davon ab, in welchem Land es aufwächst. Denn sowohl Bildungssysteme als auch -konzepte und -praktiken sind verschieden. Das 2017 an der PH Schwäbisch Gmünd gegründete internationale Forschungsnetzwerk "Cultures of Early Childhood Education and Care" (CECEC) untersucht, wie transnationale Konzepte und Agenden in nationalen und lokalen Kontexten umgeformt werden und welche Rolle Gesellschaft und Kultur des jeweiligen Landes dabei spielen. Erste Ergebnisse der Forschungsaktivitäten liefert der Sammelband „Globalization, Transformation, and Cultures: Reconceptualization and Comparison in Early Childhood Education and Care“, der Mitte 2019 in der Reihe "Critical Cultural Studies of Childhood" erscheinen soll.


Auf der mittlerweile dritten Netzwerktagung stellten die Mitglieder des Forschungsnetzwerks CECEC in Dublin ihre Forschungsergebnisse vor, die in einem Sammelband zusammengefasst sind.

Auf der mittlerweile dritten Netzwerktagung stellten die Mitglieder des Forschungsnetzwerks CECEC in Dublin ihre Forschungsergebnisse vor, die in einem Sammelband zusammengefasst sind.

Bildungssysteme stehen zunehmend unter dem Druck internationaler Vergleiche wie z.B. der PISA-Studien, erklären die Forscher/innen aus Europa, Amerika und Asien den Hintergrund ihrer Arbeit. Das Tückische daran: "Kulturelle Gegebenheiten einzelner Länder und auch lokale pädagogische Praktiken werden dabei oftmals außer Acht gelassen", sagen die Initiatoren des Netzwerks Prof. Dr. Dagmar Kasüschke und Prof. Dr. Stefan Faas von der Gmünder PH.

In verschiedenen Studien betrachteten die Netzwerkmitglieder unter vergleichenden Gesichtspunkten die Bildungssysteme, pädagogische Einrichtungen und Haltungen und Praktiken von Fachkräften. Es zeigte sich, dass Globalisierungsprozesse Länder und deren Bildungssysteme nachhaltig beeinflussen. Insgesamt wirken sich also internationale, nationale und lokale Gegebenheiten und Entwicklungen auf die Erziehung, Bildung und Betreuung in der frühen Kindheit aus und lassen sie so zu einem komplexen Phänomen werden.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt möchten darum die Mitglieder der beteiligten Hochschulen der Frage auf den Grund gehen, wie internationale Trends und Ideen in nationale Praktiken und Politiken aufgenommen und modifiziert werden.


Beteiligte Hochschulen am Forschungsnetzwerk

  • Dublin City University, Dublin, Ireland
  • University of Gothenburg, Sweden
  • University of Roehampton, London, UK
  • Mercy College, New York, USA
  • University of Education Schwäbisch Gmünd, Germany
  • University of Stavanger, Norway
  • Tarbiat Modares University, Theran, Iran
  • University of Tübingen, Germany

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