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PH Schwäbisch Gmünd wächst weiter

„Konstante Studierendenzahlen, Dritt- und Fördermittelaufkommen in Rekordhöhe und neue attraktive Studiengänge“ – die Bilanz, die Rektorin Prof. Dr. Claudia Vorst bei der Vorstellung des Jahresberichts 2017/2018 für die PH Schwäbisch Gmünd zog, konnte sich sehen lassen.

Mit der Pflegewissenschaft und den neuen Master-Studiengängen Pflegepädagogik sowie Germanistik und Interkulturalität/Multilingualität sei die PH am Puls der Zeit und bilde Studierende zu Spezialistinnen und Spezialisten in nachgefragten Bereichen aus.

Zudem widmet sich die PH einer weiteren gesellschaftlichen Herausforderung: der Digitalisierung. „Dieser Aspekt muss in der Lehrerbildung Beachtung finden, um Schülerinnen und Schüler fit für die digitale Zukunft zu machen“, so Vorst. Im neuen Media Education Laboratory oder im Math Activity Center bekommen Studierende demnächst hierfür das Rüstzeug an die Hand. Die Expertise der PH in diesem Bereich erkannte auch das Hochschulforum Digitalisierung an und zeichnete die Hochschule als eines von elf Good-Practice-Beispielen aus. Um das Know-how weiter zu stärken, wurde das Prorektorat für Studium und Lehre, das seit April Prof. Dr. Lutz Kasper innehat, um das Feld der Digitalisierung ergänzt.

Des Weiteren biete die PH eine Vielzahl verschiedener Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Der Zertifikatskurs „Geflüchtete Menschen integrieren“ richtet sich an Studierende und Ehrenamtliche, und das rundumerneuerte Konzept des Regionalverbunds Sprache Ostwürttemberg qualifiziert Pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich im Hinblick auf Sprachbildung und -förderung, einschließlich Deutsch als Zweitsprache, und evaluiert den Erfolg der Maßnahmen.

Auch erinnerte Vorst an das zehnjährige Bestehen des Masterstudiengangs Ingenieurpädagogik, der in Kooperation mit der Hochschule Aalen angeboten wird. Das Jubiläum wurde im Rahmen des 3. Fachtags der Technischen Bildung gefeiert, an dem u.a. auch der Fachkräftemangel ein vieldiskutiertes Thema war. Dieser Frage widmet sich ebenfalls das Projekt Teaching MINThoch D, das untersucht, wie alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen für Physik und Technik begeistert werden können.

In ihrem Rückblick dankte Vorst zudem ihrer Vorgängerin Prof. Dr. Astrid Beckmann, die bis April 2018 die Geschicke der Hochschule leitete.

Dritt- und Fördermittelaufkommen auf Rekordniveau

Auf zwei Rekordjahre blickte Prof. Dr. Dagmar Kasüschke, seit April Prorektorin für Forschung, Entwicklung und internationale Beziehungen und Nachfolgerin von Prof. Dr. Carsten Heinze, zurück: 2016 lag das Dritt- und Fördermittelaufkommen der PH bei 1,68 Millionen und 2017 sogar bei 1,76 Millionen Euro – die PH Schwäbisch Gmünd verbuchte damit neue Höchstwerte. Die wichtigsten Fördermittelgeber sind dabei die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Europäische Kommission oder große Stiftungen wie die Robert Bosch Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Deutsche Telekom Stiftung und die Baden-Württemberg Stiftung. Zudem konnte die PH in Zusammenarbeit mit anderen Pädagogischen Hochschulen Fördermittel für zwei strukturierte Promotions- und Nachwuchsprogramme beim Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst einwerben: Mit den beiden Programmen „Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache“ und „Heterogenität gestalten – starke Grundschulen entwickeln“ sind eine Juniorprofessur und neun Promotionsstellen verbunden. „Damit fördern wir nachhaltig den wissenschaftlichen Nachwuchs“, freut sich Kasüschke.

Zudem baute die PH in den vergangenen Jahren ihre internationale Forschungszusammenarbeit aus. So wurde etwa das internationale Forschungsnetzwerk „Cultures of Early Childhood Education and Care“ mit Partneruniversitäten aus acht Ländern gegründet.

„Um die Rahmenbedingungen in der Forschung weiter zu stärken, haben wir außerdem die Antragsmöglichkeiten zur Forschungsförderung bedarfsorientiert überarbeitet und erweitert“, so Kasüschke.

Geschlechtergerechtigkeit stärken

„Ein erfolgreiches letztes Jahr“, resümierte Dr. Margarete Menz im doppelten Wortsinn. Denn das akademische Jahr 2017/2018 markierte auch das Ende ihrer fünfjährigen Amtszeit als Gleichstellungsbeauftragte. Dr. Gabriele Theuer folgte Menz, die sich wieder verstärkt ihren Forschungsprojekten widmen möchte, am 1. November.

Was das vergangene Jahr so erfolgreich machte, führte Menz in ihrem Rückblick aus: So ging 2018 die Webseite „Gendersensibles Lehren & Lernen“, finanziert aus dem Professorinnenprogramm von Bund und Ländern, an den Start. Hier finden Studierende Informationen zu Genderaspekten im Studium. Auch wird derzeit ein E-Learning-Kurs entwickelt, durch den Studierende ihre Genderkompetenz stärken können. Zusätzlich gibt es Workshops und Beratungsangebote zur Bedeutung von Geschlechterverhältnissen in der Schule.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Gleichstellungsbüros liegt in der Vereinbarkeit von Familie mit Studium und Berufstätigkeit. „Vor allem die finanziellen Zuschüsse für studierende Eltern, die z.B. in der Prüfungsphase erhöhte Kinderbetreuungsbedarfe haben, werden stark nachgefragt“, berichtet Menz.

Auch dem Thema Elternzeit für Väter und Mütter an der PH widmete sich das Büro in gleich zwei Broschüren: Eltern und Vorgesetzte finden hier die nötigen Informationen, wie sie familienbedingte berufliche Auszeiten gestalten und finanzieren können. „Das Gleichstellungsbüro hat im vergangenen akademischen Jahr neue Angebote entwickelt sowie erfolgreich implementierte Maßnahmen weitergeführt und damit die Geschlechtergerechtigkeit weiter gefördert“, zieht Menz Bilanz.