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Wie entwickelt sich die psychische Gesundheit geflüchteter Kinder und Jugendlicher?

Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Studie gesucht

Die Verantwortlichen der Studie v.l.: Zeynep Demir, Hannah Nilles, Jana-Elisa Rüth, Denise Kerkhoff, Prof. Dr. Heike Eschenbeck, Johanna Braig, Pia Schmees, Prof. Dr. Arnold Lohaus

Die Verantwortlichen der Studie v.l.: Zeynep Demir, Hannah Nilles, Jana-Elisa Rüth, Denise Kerkhoff, Prof. Dr. Heike Eschenbeck, Johanna Braig, Pia Schmees, Prof. Dr. Arnold Lohaus

2015 sind viele Kinder und Jugendliche aus Syrien, Afghanistan und dem Irak nach Deutschland geflohen. Ihr Zuhause wurde ihnen durch Krieg und Zerstörung entrissen, sie verloren ihre Angehörigen aus den Augen und machten sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land.

Doch wie geht es diesen jungen Menschen nun nach ihrer Ankunft in Deutschland? Das wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Universität Bielefeld mithilfe der Längsschnittstudie „YourGrowth – Stress, Gesundheit und Integration junger Flüchtlinge: Zusammenhänge entdecken und den Zugang zur Gesundheitsversorgung verbessern“ herausfinden, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Hierfür suchen die Verantwortlichen an der Gmünder PH insgesamt 620 Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund aus Syrien, Afghanistan und dem Irak im Alter von 8 bis 18 Jahren, die an der Studie teilnehmen. „Uns interessiert dabei vor allem, wie sich die psychische Gesundheit über einen längeren Zeitraum hinweg entwickelt. Was beeinflusst diese Entwicklung positiv und was beeinträchtigt sie?“, erklärt Professorin Heike Eschenbeck, Projektverantwortliche an der PH.

Zu diesem Zweck werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt dreimal im Abstand von jeweils einem Jahr befragt – sowohl in der Region Stuttgart als auch in der Region Bielefeld. Die Befragung wird in Schulen oder Unterkünften für Geflüchtete vor Ort durchgeführt. Dabei beantworten die Kinder und Jugendlichen die Fragen auf einem Tablet und können sich diese darüber hinaus auch per Audiobutton in ihrer Muttersprache anhören. Bei Unklarheiten stehen ihnen zudem die Studienmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zur Seite, die nach Möglichkeit die Muttersprache der Teilnehmenden sprechen. Die Auswertung der Antworten erfolgt anonymisiert.

„Wenn klar ist, welche Faktoren für die Entwicklung der psychischen Gesundheit förderlich sind, können daraus Unterstützungsangebote abgeleitet werden, die auf die Bedürfnisse der Geflüchteten zugeschnitten sind“, fasst Eschenbeck das Ziel der Untersuchung zusammen.

Interessierte Einrichtungen können sich an Pia Schmees und Johanna Braig, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Projekts, wenden: 07171/ 983-158, yourhealth(at)ph-gmuend.de.