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Identitätslinke Läuterungsagenda

Eine Debatte zu ihren Folgen für Migrationsgesellschaften

Im vorliegenden Band aus der Debattenreihe „Impulse“ wird ein Impulstext von Dr. Sandra Kostner in mehreren Repliken diskutiert. Erörtert wird die Frage, warum gerade in der gegenwärtigen Zeit Gruppenidentitäten so vehement befördert werden. Kostner verortet in ihrem Text die Ursache dafür in der Etablierung einer sogenannten „identitätslinken Läuterungsagenda“. Diese sei eine Form der Identitätspolitik, die von politisch links stehenden Personen vertreten werde und die Menschen nicht zuvorderst als Individuen betrachte, sondern sie vielmehr als „Träger einer kollektiven Opfer- und Schuldidentität“ wahrnehme. Dabei – so die These – ordneten „Identitätslinke“ diejenigen einem „Opferkollektiv“ zu, deren Gruppe in der Vergangenheit unter Ausgrenzung gelitten habe. Diese sei wiederum dazu berechtigt, von den Trägern der „Schuldidentität“ Läuterungsdemonstrationen einzufordern, die diese zu erbringen hätten.

Im Impulstext und den Repliken werden denkbare Konsequenzen einer solchen „identitätslinken Läuterungsagenda“ für Migrationsgesellschaften diskutiert. Die Autorinnen und Autoren fokussieren dabei u.a. deren mögliche Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und inwiefern sie zu einer Aufrechterhaltung kulturell-religiöser Praktiken beitragen könne, die im Speziellen Mädchen und Frauen die Inanspruchnahme ihrer Freiheitsrechte erschwere.

Es debattieren Dimitri Almeida, Dagmar Borchers, Heike Diefenbach, Alexander Grau, Oliver Hidalgo, Sandra Kostner, Maria-Sibylla Lotter, Stefan Luft, Elham Manea, Boris Palmer, Roland Preuß, Christof Roos und Roland Springer.

22 €, ISBN 978-3-8382-1307-1
314 Seiten, Paperback

Das Buch steht unter der Signatur G ek/ Iden 84 im Freihandbereich der PH-Bibliothek.