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Gemeinsam forschen und lernen

Studierende der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd reisten für eine Exkursion an den Neusiedler See in Österreich, wo sie gemeinsam mit Studierenden der Gmünder Partneruniversität Loránd Eötvös Universität in Budapest forschten. Im dortigen Nationalpark lernten die deutschen und ungarischen Studierenden unter Anleitung von Prof. Dr. Hans-Martin Haase und Dr. Martin Hartmannsgruber von der PH sowie ihres ungarischen Kollegen Dr. Gábor Áron Vitályos eine einzigartige Vogel- und Pflanzenwelt erlebnisorientiert kennen und bauten die internationale Zusammenarbeit weiter aus.

Ein Stelzenläufer am Neusiedler See

So ordneten die Lehramtsstudierenden der Biologie z.B. Vogelstimmen zu, nahmen besondere Blattstrukturen unter die Lupe und beobachteten Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen.
„Die Studierenden erfahren vor Ort, wie sie ihre späteren Schützlinge für einen nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt sensibilisieren“, erklärt Haase.
„Durch die deutsch-ungarische Zusammenarbeit, die seit mittlerweile sechs Jahren besteht, schulen sie zudem ihre interkulturelle Kompetenz“, sagt Haase, der seit 1998 regelmäßig in den Nationalpark reist. „Eine Fähigkeit, die in zunehmend heterogenen Klassen gefragt ist“, fügt er hinzu.
Der Neusiedler See ist mit seinem einzigartigen Ökosystem ein wahres Eldorado für Tier- und Pflanzenfreunde. So freuten sich Lehrende und Studierende besonders über die wachsenden Bestände des Stelzenläufers. „Noch vor einigen Jahren waren diese eleganten Watvögel nur selten anzutreffen. Heute kann man sie an fast allen Lacken im Osten des Sees aus nächster Nähe beobachten“, berichtet Hartmannsgruber, der bereits als Student vor 18 Jahren bei der Exkursion an den Neusiedler See mit dabei war. Lacken sind kleinere Flachwasserseen, die vielen Watvögeln Nahrung in Form von Plankton, kleineren Fischen und Urzeitkrebsen bieten.
Die Exkursion wurde im Rahmen des „PROMOS“-Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Reise nach Österreich wurde von den Studierenden auch im Hinblick auf nachhaltige Aspekte gestaltet: Die Anreise erfolgte mit dem Zug und vor Ort bewegte sich die Exkursionsgruppe mit Fahrrädern fort.