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Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL tauscht sich mit Fachvertreterinnen der Pädagogischen Hochschulen zur Ernährungsbildung aus

Am Mittwoch, den 18. September 2019, fand an der PH Schwäbisch Gmünd ein Treffen von Vertreterinnen des Fachs Alltagskultur und Gesundheit der Pädagogi-schen Hochschulen Schwäbisch Gmünd, Heidelberg und Freiburg mit der Staats-sekretärin des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR), Friedlinde Gurr-Hirsch, statt. Nach einer Begrüßung durch die Rektorin der PH Schwäbisch Gmünd, Frau Professorin Claudia Vorst, stand die aktuelle Situation der schulischen Ernährungs- und Verbraucherbildung an allgemeinbildenden Schu-len in Baden-Württemberg auf der Tagesordnung.

Die Sicherung einer gesundheitsförderlichen Ernährung ist nicht nur ein wesentlicher Beitrag zur kulturellen Entwicklung einer Gesellschaft, sondern angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der Zunahme von gesundheitlichen Problemen eine große Herausforderung. So nehmen auf der einen Seite Krankheiten zu, die durch eine unausgewogene Ernährung hervorgerufen oder gefördert werden. Auf der anderen Seite nehmen die Kompetenzen ab, die notwendig sind, um diese zu vermeiden. Gleichwohl ist das Interesse von Schülerinnen und Schülern sowie von Studierenden an den Themenbereichen Ernährung und Konsum hoch. So erfreut sich das Fach Alltagskultur und Gesundheit an allen Pädagogischen Hochschulen des Landes einer sehr hohen Nachfrage.

Die Beteiligten von Ministerium und Hochschule sind sich einig, dass Kinder und Jugendliche in der Schule auf die zunehmend komplexeren Herausforderungen des Alltags vorbereitet werden und dort grundlegende Kompetenzen für eine umwelt-, sozial- und gesundheitsverträgliche Lebensführung erwerben sollten. Umfassende fachwissenschaftliche, fachdidaktische und pädagogische Kompetenzen der Lehrkräfte sind hierbei für einen erfolgreichen Unterricht wichtig. Eine kompetenzorientierte Ernährungs- und Verbraucherbildung verbindet die theoretischen Zusammenhänge mit den Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten in der alltäglichen Lebensführung und übt diese auch praktisch ein. Dazu ist die Professionalität der Lehrkräfte in der Ernährungs- und Verbraucherbildung unerlässlich. Von fachfremd unterrichtenden Lehrkräften kann dieses kaum gewährleistet werden. Außerschulische Aktionen sind dabei eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für den kontinuierlichen mehrjährigen Fachunterricht. Eine strukturelle Verankerung der Ernährungs- und Verbraucherbildung an allgemeinbildenden Schulen ist aus Sicht aller Beteiligten notwendig. Staatssekretärin Gurr-Hirsch betont: „AlleSchüler und Schülerinnen sollten in der Schule die Möglichkeit erhalten, Alltagskompetenzen zu erwerben. Die Gestaltung des Ess- und Konsumalltags ist ein Kernelement moderner Lebensführung.“ Aktuell fehlt jedoch insbesondere eine curriculare Verankerung in den Klassen 5 und 6 der Sekundarstufe I sowie generell eine Verzahnung von formaler Ernährungsbildung im Unterricht und „gelebter“ Ernährungsbildung beim Essen und Trinken im Schulalltag.

Die Kooperation zwischen den PH-Vertreterinnen des Faches Alltagskultur und Gesundheit und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg ist seit langem sehr eng und konstruktiv. So werden zum Beispiel Projekte des Ministeriums von den PHen wissenschaftlich begleitet bzw. evaluiert. Mit der Gründung des Landeszentrums für Ernährung hat sich die Zusammenarbeit aufgrund dessen Zielsetzungen in den Bereichen Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung noch einmal intensiviert.

Bild: Treffen an der PH: Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (5. v. links) mit Frau Waibel (stell. Referatsleitung Ernährung, MLR), Rektorin Prof. Vorst, Prof. Häußler (PH Heidelberg), Prof. Lührmann (PH Schwäbisch Gmünd), Prof. Schneider (PH Heidelberg), Prof. Bender (PH Freiburg) und AORin Dittrich (PH Schwäbisch Gmünd) von links