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Gesund bleiben und werden

Forschungsprojekt vermittelt Online-Hilfe für Schülerinnen und Schüler

Das Projektteam der PH Schwäbisch Gmünd (v.l.): Laya Lehner und Vera Gillé (wissenschaftliche Mitarbeiterinnen), Projektleiterin Prof. Dr. Heike Eschenbeck sowie die studentischen Hilfskräfte Lydia Brauburger, Nadine Ströbel und Sandra Schenk

Schule, Leistungsdruck, Freizeit, Freunde – der Alltag vieler Schülerinnen und Schüler kann herausfordernd sein. Jugendliche wissen oft schon sehr gut, damit umzugehen. Gleichzeitig gibt es aber auch solche, denen es nicht so gut geht. Damit Jugendliche gesund bleiben oder bei seelischen Problemen passende Unterstützung bekommen, untersucht das Forschungsprojekt ProHEAD, an dem die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd beteiligt ist, wie Jugendliche die richtige Hilfe finden können. Und zwar dort, wo sie sich oft aufhalten – im Internet. Dafür stellen die Forschenden Online-Programme zur Verfügung, die das Wohlbefinden stärken und bei Bedarf Unterstützung beim Hilfesuchen bieten. Das PH-Projektteam, unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Eschenbeck, sucht nun weiterführende Schulen und Berufsschulen, die an ProHEAD teilnehmen möchten.

ProHEAD steht für Promoting Help-seeking using E-technology for ADolescents“ – zu Deutsch: „Förderung des Hilfesuchverhaltens von Kindern und Jugendlichen durch den Einsatz neuer Medien“ und ist die größte wissenschaftliche Untersuchung zu Online-Hilfsangeboten für Jugendliche. Am Forschungsprojekt, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, beteiligen sich deutschlandweit sechs wissenschaftliche Einrichtungen. Diese bieten Online-Programme an, die Jugendliche bei Problemen mit dem Thema Essen, gefährlichem Alkoholkonsum oder bei traurigen Gefühlen begleiten sowie bei Bedarf professionelle Hilfe vermitteln oder generell das Wohlbefinden stärken und beim Umgang mit Stress helfen.

„Wir möchten wissen, wie es Jugendlichen geht, wo ihre Stärken liegen, in welchen Bereichen sie Probleme haben. Und hieran anknüpfend beantworten wir die Frage, welchen Beitrag gezielte wissenschaftlich fundierte Online-Angebote zur Stärkung der Gesundheit leisten können“, erklärt Eschenbeck.
Das Team der PH testet beispielsweise das Programm StresSOS. Anhand von interaktiven Modulen lernen die Jugendlichen in acht Online-Sessions, wie Stress entsteht, wie man mit ihm umgehen und das eigene Wohlbefinden stärken kann.

ProHEAD läuft wie folgt ab: Interessierte Schulen wenden sich an die Projektmitarbeiterinnen Vera Gillé oder Laya Lehner unter Telefon 07171/983 458 oder per E-Mail an gmuend@prohead.de. Anschließend stellt das Projektteam die Studie in der Schule vor. Die Teilnahme ist für die Schülerinnen und Schüler freiwillig, die Angaben unterliegen dem Datenschutz und auch die Eltern müssen einverstanden sein. Der erste Schritt ist das Ausfüllen eines Fragebogens. Auf dieser Grundlage wird ermittelt, welches Programm die Jugendlichen testen können. Nach einem Jahr füllen die Teilnehmenden erneut einen Fragebogen aus, um zu erfahren, wie erfolgreich die Programme waren.

Die Studie startete bereits in sieben Schulen in Schwäbisch Gmünd und Umgebung. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. „Die Jugendlichen schätzen es, sich einmal Gedanken über sich selbst zu machen. Das kommt im hektischen Alltag oft zu kurz“, schildern die Projektmitarbeiterinnen ihre Eindrücke.

Die ProHEAD Partner:

  • Universitätsklinikum Heidelberg
    • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie: Programm „Unterstützung bei der Suche nach professioneller Hilfe“
    • Forschungsstelle für Psychotherapie Heidelberg: Programm „Hilfe bei problematischem Essverhalten“
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    • Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ): Programm "Prävention von riskantem Alkoholkonsum"
  • Universität Leipzig
    • Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie: Programm „Hilfe bei depressiven Symptomen“
  • Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
    • Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie: Programm „Wohlbefinden stärken“
  • Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim
    • AG Versorgungsforschung
  • Philipps-Universität und Universitätsklinikum Marburg
    • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
  • Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) Heidelberg