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Ungleichheit begegnen

„Kindheit heute lässt sich nicht allgemein beschreiben, sondern nur im Zusammenhang mit den sozialen, kulturellen und ökonomischen Bedingungen des Aufwachsens“, sagt Prof. Dr. Stefan Faas, Leiter des Instituts Kindheit, Jugend und Familie an der Gmünder PH. Damit verweise Kindheit heute auf ungleiche Kindheit – mit Blick auf die Lebenssituation, auf Bildungschancen und soziale Teilhabe. Eine Herausforderung für Kindertageseinrichtungen und Institutionen, die mit Kindern und Familien zusammenarbeiten. Was das konkret bedeutet, erörterten die rund 80 Teilnehmenden aus Fachpraxis, Sozialverwaltung und Wissenschaft im Rahmen der Fachtagung „Ungleiche Kindheiten und Perspektiven auf Teilhabe“, die von der Abteilung Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit der PH Schwäbisch Gmünd durchgeführt wurde.

Über „Ungleiche Kindheiten und Perspektiven auf Teilhabe“ diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gleichnamigen Fachtagung (Meike Hölscher, Kath. Kinder- und Familienzentrum St. Josef, Aalen, und Steffen Geiger, PH Schwäbisch Gmünd v. l.)

Über „Ungleiche Kindheiten und Perspektiven auf Teilhabe“ diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gleichnamigen Fachtagung (Meike Hölscher, Kath. Kinder- und Familienzentrum St. Josef, Aalen, und Steffen Geiger, PH Schwäbisch Gmünd v. l.)

Die Referentinnen und Referenten Prof. Dr. Tanja Betz (Johannes-Gutenberg Universität Mainz), Prof. Dr. Barbara Lochner (Hochschule Fulda) und Dr. Anna Brake (Universität Augsburg) gingen auf Chancen und Barrieren für Kinder zwischen Kita, Schule und Familie sowie auf den Umgang mit sozialer Ungleichheit in Kindertageseinrichtungen ein. „Wenn sich Schulen und Kindertageseinrichtungen intensiver mit Familien austauschen und partnerschaftlich zusammenarbeiten, kann Ungleichheit abgebaut werden“, fasst Prof. Dr. Dagmar Kasüschke von der Abteilung Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit die Chancen zusammen. Dabei komme Kindertageseinrichtungen eine besondere Bedeutung beim Ausgleich von Benachteiligungen zu, da rund 93 Prozent aller drei- bis sechsjährigen Kinder eine solche Einrichtung besuchen.
Daneben diskutierten die Teilnehmenden die Herausforderungen der Rekonstruktion bildungsbezogener Ungleichheit in Forschungskontexten. Die Erforschung bildungsbezogener Ungleichheit wurde in den vergangenen Jahren vorangetrieben. Daraus resultierten Erkenntnisfortschritte, wie sich Bildungsungleichheit äußert wie etwa im Zusammenwirken verschiedener Dimensionen von Ungleichheit.
Weiterhin befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Workshops mit dem Tagungsthema „Teilhabe“ aus den vier Perspektiven Familien im Sozialraum, Geschlecht, Armut in Kindertageseinrichtungen sowie Frühe Hilfen.