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„Kein Arbeitstag glich dem anderen“

„Kein Arbeitstag glich dem anderen“ – so fasste Prof. Dr. Claudia Vorst, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, das akademische Jahr 2018/2019 bei der Vorstellung des Jahresberichts zusammen. Es war wie immer durch vielfältige Projekte, Tagungen und Veranstaltungen, aber auch die ungewöhnlich erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln und Stellen geprägt.

PH Gmünd Jahresbericht Vorst

Rektorin Prof. Dr. Claudia Vorst

PH Gmünd Jahresbericht Theuer

Gleichstellungsbeauftragte PD Dr. Gabriele Theuer

So durfte die Hochschule zahlreiche neue Kolleginnen und Kollegen begrüßen, die die Profilbereiche Bildung, Gesundheit und Interkulturalität weiter stärken. Die PH erhielt im Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aufgrund ihres ambitionierten Karriereförderungsprogramms eine Förderung für vier interdisziplinäre Juniorprofessuren. Weiterhin startete das Forschungs- und Nachwuchskolleg „Heterogenität gestalten – starke Grundschulen entwickeln“, für dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Arbeitsplätze im in:it-Co-Working-Lab der Stadt Schwäbisch Gmünd angemietet wurden.
Daneben wurden bereits vorhandene Kompetenzen in neu gegründeten Zentren gebündelt – wie dem Zentrum für Qualitätsforschung und Monitoring in der Kinder- und Jugendhilfe und dem Zentrum für Migrations- und Integrationsstudien „Migration – Gesellschaft – Schule“. Des Weiteren habe der MINT-Bereich im vergangenen Studienjahr eine große Rolle gespielt – sei es bei der Mitmach-Ausstellung „Mach mit! MINT digital“ oder der Messe MAKE Ostwürttemberg, bei der die PH Angebote zur Robotik, Technik und Physik zeigte. Viele erfolgreiche Forschungsanträge in allen Profilbereichen ließen die Summe der eingeworbenen Dritt- und Fördermittel auf einen neuen Rekord schnellen: Am 31.12.2019 könnte die nächste Millionengrenze geknackt werden.
Die Studierendenzahl liegt unverändert bei knapp 3.000, wobei derzeit fast 70% der Studienplätze durch Lehramtsstudierende besetzt sind. Hiermit kommt die PH ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach, Lehrkräfte der Zukunft auszubilden.

Vernetzt mit der Welt

Dass die PH nicht nur regional verankert, sondern auch international gut vernetzt sei, stellten die PH-Angehörigen unter Beweis, die eine Zeit lang im Ausland verbrachten, so Vorst. Über 50 Studierende und mehr als 30 Lehrende und Verwaltungsangestellte machten an den über 50 Partnerhochschulen internationale Erfahrungen – von Österreich über Kasachstan bis nach Japan. „Eine erfreuliche Entwicklung“, befand die Rektorin, denn in einer superdiversen Gesellschaft gewännen interkulturelle Kompetenzen immer mehr an Bedeutung. Dabei war auch die PH selbst beliebt bei internationalen Partnern, aber auch als Gastgeberin für wichtige Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen gefragt, so beispielsweise für den ersten und zweiten Süddeutschen Pflege- und Wundkongress oder die Grundschultage des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung: unlängst in der Mathematik, demnächst dann zum Thema Rechtschreibung.

Ausgezeichnete Gleichstellung

„Ein aus Gleichstellungsperspektive in vielerlei Hinsicht erfolgreiches Jahr“, resümierte die seit November 2018 im Amt stehende Gleichstellungsbeauftragte PD Dr. Gabriele Theuer. So wurden Maßnahmen zur Stärkung der Genderkompetenz Studierender und Lehrender weitergeführt und etabliert – wie z.B. der E-Learning-Kurs „Genderkompetenz in der Schule“. Interessante Erkenntnisse lieferte zudem die „Genderwoche“, die das Thema „Männlichkeiten“ aus verschiedenen wissenschaftlichen und künstlerischen Perspektiven beleuchtete. Die Männer in den Blick nahm auch eine vom Büro für Gleichstellung und Familie durchgeführte Befragung unter Grundschulstudierenden, die u.a. die Gründe der Studienwahl erfasste. Daraus sollen Ansätze zur Gewinnung von mehr männlichen Grundschulstudenten abgeleitet werden, erläuterte Theuer.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen. Hier brachte die PH Schwäbisch Gmünd den Antrag im Professorinnenprogramm von Bund und Ländern auf den Weg und war damit zum dritten Mal erfolgreich. Darüber hinaus erhielt die PH als einzige Hochschule in Baden-Württemberg für ihr Gleichstellungszukunftskonzept das Prädikat „Gleichstellung: Ausgezeichnet“. „Das ist eine große Anerkennung für unsere bisherige Gleichstellungsarbeit und unsere geplanten Entwicklungen“, freute sich Theuer. „Durch diese Förderung kann die PH nun bis zu vier Professuren mit Wissenschaftlerinnen besetzen und damit den Professorinnenanteil deutlich erhöhen.“ Außerdem werden in diesem Rahmen neue Angebote entwickelt, die einen wesentlichen Beitrag dazu leisten werden, die Personalentwicklung an der PH nachhaltig geschlechtergerechter zu machen, wagte Theuer einen Blick in die Zukunft.

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