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Vom „Donnerling“ und dem „König der Kinder“

Einen wahren Ansturm verzeichnete das erste Werkstattgespräch aus dem Bilderbuchzentrum BUFO (für BUchFOrscher oder Bücher-UFO) der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich virtuell zugeschaltet, um der Autorenlesung mit Nils Mohl beizuwohnen. Der Träger des Deutschen Jugendliteraturpreises las aus seinem neuen Lyrikband „König der Kinder“. Dabei zeigte er, dass Lyrik ganz und gar nicht verstaubt ist, sondern durch gekonnte Reime und ungewöhnliche wie ebenso charmante Wortverbindungen eine besondere Faszination ausübt.

Nils Mohl mit seinem neuen Lyrikband „König der Kinder“

Nils Mohl mit seinem neuen Lyrikband „König der Kinder“

Wie sehr die Wirkung eines Gedichts von seiner Betonung abhängt, machte eine Aufnahme zweier Schauspielerinnen deutlich, die das Gedicht einmal recht nüchtern, ein anderes Mal mit Emotion und Verve vorlasen. Doch nicht nur das war für die Teilnehmenden aufschlussreich. Nils Mohl berichtete von der Entstehung seines neuen Werks und neuer Gedichte, bei der er schon einmal zehn bis zwölf verschiedene Fassungen schreibe, so der Autor. Beim Werkstatt-Gespräch waren aber auch die Zuschauerinnen und Zuschauer gefragt: In Gruppen dachten sie sich eigene Gedichte in Fantasiesprache aus, um so Nils Mohls Schaffensprozess beim Gedicht „donnerwetter dieser donnerling“ nachzuvollziehen. Außerdem besprachen sie Ideen für Autorenlesungen, die es vermögen, auch Kinder in ihren Bann zu ziehen.
Dr. Sebastian Bernhardt vom BUFO der Gmünder PH, das die Veranstaltung organisierte, ist mit dem gelungenen Auftakt mehr als zufrieden: „Es ist schön, dass so viele Interessierte der Einladung gefolgt sind.“ Ein besonderer Höhepunkt bot die Veranstaltung, unterstützt vom Deutschen Literaturfonds, zudem am Schluss, als Nils Mohl den Teilnehmenden neben einem Einblick in seine Arbeit auch einen intimen Blick in seine „Schreibwerkstatt“ gewährte. Auch für den Autor hatte sich das Werkstatt-Gespräch gelohnt, hatte er doch die magische Zahl von 400 Instagram-Followern, die er am Anfang des Gesprächs augenzwinkernd als Ziel ausgab, am Ende geknackt.