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Roberta-Scouts für die digitale Zukunft

Die aktuelle Situation rund um den Corona-Virus zeigt auf, welche große Notwendigkeit darin besteht, Lehrpersonen an den Schulen zu haben, die in verschiedenen Belangen der Digitalisierung fit sind. Doch es war nicht der Corona-Virus, der ausschlaggebend dafür war, dass die Digitalisierung stetig voranschreitet. Spätestens seit der „Strategie zur digitalen Bildung“ der Kultusministerkonferenz 2016 ist deutlich geworden, dass insbesondere im Bildungsbereich die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielt. An der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd haben Lehramtsstudierende nun die Möglichkeit, sich zu sogenannten Roberta-Scouts ausbilden zu lassen. Sie erwerben wichtiges Wissen im Bereich grundlegender Programmierfähigkeiten. Möglich wird das durch eine Kooperation des Math Activity Centers (www.math-activity.center) der PH unter Leitung von Prof. Dr. Silke Ladel mit der Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS unter Leitung von Thorsten Leimbach und der Wissenswerkstatt eule in Schwäbisch Gmünd unter Leitung von Michael Nanz (Foto).

Roberta-Scout-Schulungen (Quelle: Fraunhofer IAIS)

Roberta-Scout-Schulungen (Quelle: Fraunhofer IAIS)

Die Initiative „Roberta® – Lernen mit Robotern“ nimmt den Nachwuchs mit in die digitale Welt. Bereits seit 2002 schult die Fraunhofer-Initiative Lehrkräfte zu zertifizierten Roberta-Teachern deutschlandweit und über die Grenzen hinaus. Das Roberta-Konzept rund um Robotik- und Programmierkurse will Prof. Dr. Ladel frühzeitig angehenden Lehrkräften vermitteln: „Wir müssen bereits während des Studiums unsere zukünftigen Lehrpersonen mit grundlegenden Kompetenzen im Bereich des Programmierens befähigen. Dabei geht es zunächst um ganz einfache Dinge wie die Erstellung kurzer Algorithmen in einer blockbasierten Programmiersprache.“ Die Förderung algorithmischen Denkens bereits im Grundschulalter ist ein Forschungsschwerpunkt der Wissenschaftlerin. Möglich macht das eine sogenannte Blocksprache, hier die grafische Programmiersprache NEPO®, die vom Fraunhofer IAIS entwickelt wurde. So haben bereits junge Kinder die Möglichkeit, einfache Algorithmen per Drag and Drop zu erstellen und Problemlösefähigkeiten zu entwickeln.

Durchgeführt wird die an drei Terminen stattfindende Schulung gemeinsam mit der Wissenswerkstatt eule in Schwäbisch Gmünd, die bereits seit 2013 als RobertaRegioZentrum agiert. Eine Evaluation findet seitens der PH Schwäbisch Gmünd statt.

Die Teilnehmerplätze der Schulung waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Dieses große Interesse der Lehramtsstudierenden der PH spricht für diese jungen Leute und für eine gute Zukunft der Schulen in Baden-Württemberg. Die Lehramtsanwärter tragen ihr Wissen an die Schulen und geben es an die Kinder und Jugendlichen weiter, sodass grundlegende Kompetenzen im Programmieren hoffentlich bald zum Standard gehören.