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Drei PH-Neuzugänge mit großem Hunger

Die Pädagogische Hochschule (PH) Schwäbisch Gmünd beherbergt das kleinste Säugetier der Welt. Drei Etruskerspitzmäuse zogen kürzlich in ein großes Terrarium im Fach Biologie ein. Um die winzigen Tiere kümmern sich Biologie-Studierende der PH, die hierbei viel Neues über die kuriosen Säuger lernen können.

Auf dem Foto ist ein Etruskerspitzmaus-Säugling zu sehen, der gerade einmal so groß wie ein 2-Euro-Stück ist.

Kuriose Winzlinge: Dieser Etruskerspitzmaus-Säugling ist gerade einmal so groß wie ein 2-Euro-Stück.

Auf dem Foto sind drei Etruskerspitzmäuse mit ihren Eltern zu sehen.

Drei Etruskerspitzmäuse sind kürzlich in ein großes Terrarium an der PH Schwäbisch Gmünd eingezogen. Hier im Bild mit den zwei Elterntieren.

Die drei Neuankömmlinge sind Nachzuchten von Akademischer Oberrat Konrad Bauerle, der an der PH Biologie lehrt. „Das ist wie ein Sechser im Lotto“, freut sich Bauerle, der die Elterntiere der drei Spitzmäuse von einem befreundeten Kollegen und Spitzmausforscher aus Karlsruhe bekommen hat. Erst seit wenigen Tagen sind die federleichten Tiere ausgewachsen: Sie haben eine Körperlänge von vier bis fünf Zentimetern und wiegen gerade einmal zwei Gramm. Die Fleischfresser haben neben einem riesigen Verbreitungsgebiet, das sich vom Mittelmeerraum über die Arabische Halbinsel bis hin nach Südostasien erstreckt, auch einen riesigen Hunger. Bevorzugt vertilgen sie Gliederfüßer, die annähernd so groß wie sie selbst sind, wie Spinnen, Insekten und Tausendfüßer. „Um ihre Körpertemperatur aufrechterhalten zu können, müssen sie Tag und Nacht fressen und sind ständig auf der Suche nach Nahrung“, erzählt Bauerle.
Bedingt durch ihre geringe Größe beträgt ihre Herzfrequenz in Ruhe etwa 1000 bis 1200 Schläge pro Minute. Auf Beutejagd oder bei der Flucht erreichen sie Herzfrequenzen von 1500 Schlägen pro Minute – so hoch wie bei keiner anderen Säugetierart der Welt. „Etruskerspitzmäuse können keine winterliche Ruhepause einlegen, da sie sonst innerhalb kurzer Zeit verhungern würden.“ In freier Natur stirbt die Spitzmausart Anfang des zweiten Lebensjahres. „Im Terrarium können sie allerdings über drei Jahre alt werden, sodass voraussichtlich noch viele Studierende die Spitzmäuse vor Ort beobachten werden können.“