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Evaluation des Paktes für Integration der baden-württembergischen Landesregierung, im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration (6/2018 bis 2/2020)
Projektleitung: Dr. Sandra Kostner
Projektmitarbeiter: Paul Koranyi

Die Landesregierung Baden-Württemberg unterstützt mit dem Pakt für Integration die Kommunen des Landes für zwei Jahre mit insgesamt 320 Millionen Euro dabei, die Integration von Flüchtlingen gezielt zu fördern. Ein Kernelement dieser Förderung besteht aus der Finanzierung von 1000 Stellen für Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager. Die Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager erstellen individuelle, bedarfsorientierte Integrationspläne mit den Flüchtlingen, mit den Schwerpunkten Bildung, Ausbildung, Arbeit und Wohnen. Sie arbeiten dabei eng mit den Regeldiensten vor Ort zusammen, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu erhöhen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Zudem sollen sie die Flüchtlinge mit den lokalen Strukturen und den Integrationsangeboten vertraut machen und diese in die Lage versetzen, die vorhandenen Angebote selbständig zu nutzen.

Das Ministerium für Soziales und Integration hat die PH Schwäbisch Gmünd und die Universität Mannheim beauftragt, den Pakt für Integration zu evaluieren, wobei die Universität Mannheim den quantitativen und die PH Schwäbisch Gmünd den qualitativen Part übernimmt.

Die qualitative Evaluation umfasst 16 Kommunen, jeweils vier pro Regierungsbezirk. Die Auswahl der Kommunen erfolgte so, dass sie eine hohe Varianz an integrationsrelevanten Strukturmerkmalen aufweisen. Die Evaluation zielt darauf ab, festzustellen, wie sich die unterschiedlichen Rahmenbedingungen vor Ort auf die Arbeit der Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager und daraus resultierend auf die Wirkung des Integrationsmanagements auswirken.

Drei Erhebungsinstrumente kommen zum Einsatz: Dokumentenanalyse, teilstandardisierte Leitfadeninterviews mit den Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanagern in den 16 ausgewählten Kommunen sowie mit anderen zentralen Akteuren vor Ort, wie Integrationsbeauftragten, Flüchtlingssozialarbeitern, Mitarbeitern der Agentur für Arbeit/ des Jobcenters.  Darüber hinaus wird in vier Kommunen eine teilnehmende Beobachtung in Form von Hospitationen durchgeführt. Um für die Tätigkeit der Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager relevante Veränderungen in den lokalen Rahmenbedingungen erfassen zu können, erfolgt die Erhebung zu zwei Zeitpunkten: einmal im Herbst 2018 und einmal im Sommer 2019.