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Bullying im Klassenverband – doch nicht nur in der Schule

Rhea-Katharina Knauf untersucht in ihrem gleichnamigen Promotionsprojekt Bullying im Klassenverband mit dem Ziel, das Bullying-Geschehen auf behavioraler, kognitiver und affektiver Ebene abzubilden. Dabei wird Bullying von Schülerinnen und Schülern als Gruppenphänomen, dem Ansatz der Participant-Roles folgend, operationalisiert und auch auf Cyberbullying übertragen: Neben Tätern und Opfern gibt es Assistenten, Verstärker, Verteidiger und Außenstehende. Digitale Medien bieten neue Möglichkeiten der Schikane. Die etablierten diagnostischen Peer-Nominierungsinstrumente zur Erfassung der Participant-Roles werden daher modifiziert und überprüft, so dass zwei parallele, ökonomische Versionen für traditionelles Bullying und für Cyberbullying vorliegen. Mit diesen neu entwickelten Instrumenten werden die Prävalenz und die Übereinstimmung der Participant-Roles bei traditionellem Bullying und bei Cyberbullying bestimmt. Ferner werden charakteristische kognitive und affektive Reaktionen auf traditionelles und Cyberbullying erfasst. Das übergeordnete Ziel ist, die beiden neu entwickelten Instrumente zusammenzubringen, um somit die Partcipant-Roles hinsichtlich ihrer kognitiven und affektiven Verarbeitung von Bullying-Vorfällen zu charakterisieren. Dies liefert Hinweise darauf, welche mentalen Prozesse den Verhaltensmuster zugrunde liegen und somit Ansatzpunkte für Prävention und Intervention darstellen. Es soll auch geklärt werden, ob einzelne mentale Prozesse in Abhängigkeit vom Kontext (traditionelles Bullying bzw. Cyberbullying) von stärkerer oder schwächerer Bedeutung für die eingenommene Rolle sind.

Ansprechpartnerin:
Rhea-Katharina Knauf
Abt. Päd. Psychologie und Gesundheitspsychologie
07171 983-251
rhea-katharina.knauf(at)ph-gmuend.de