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Konsum in der digitalen Welt

Die fortschreitende Digitalisierung hat in vielfältiger Hinsicht Auswirkungen auf den Konsum- und Essalltag. Informationen jeglicher Art und Herkunft sind heute über das Internet für alle schnell und jederzeit verfügbar und werden von Verbraucherinnen und Verbrauchern oft als Informationsflut wahrgenommen. Apps und Wearables ermöglichen die permanente Beobachtung von gesundheitsbezogenem Verhalten. Der traditionelle Einkauf wird ergänzt durch den Onlineeinkauf. Neue Formen von Versorgungsangeboten erweitern die Optionen für den Alltag.

Auf der Jahrestagung des Fachverbandes Haushalt in Bildung und Forschung (HaBiFo) und dem Verbraucherforschungsforum des Forschungszentrums Verbraucher Markt und Politik (CCMP) wurden im Februar 2017 in Karlsruhe verschiedene Einflüsse der Digitalisierung auf den Konsum- und Essalltag betrachtet und die Bedeutung für die schulische Ernährungsund Verbraucherbildung diskutiert. Die Fachtagung wurde gemeinsam von den Fachkolleginnen der Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe (Prof. Dr. Silke Bartsch), Heidelberg (Prof. Dr. Angela Häußler) und Schwäbisch Gmünd (Prof. Dr. Petra Lührmann) organisiert und vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden Württemberg (MLR) finanziert. In der Ausgabe 2/2017 der Zeitschrift  Haushalt in Bildung und Forschung sind ausgewählte Beiträge der Veranstaltung versammelt, darunter fünf Beiträge unter Beteiligung von Lehrenden der PH Schwäbisch Gmünd.

Beispiele für behandelte Themen:

Online-Einkaufsverhalten von jungen Menschen
Bei jungen Menschen nimmt der Online-Einkauf einen relativ hohen Stellenwert in ihrem Alltag ein. Über das Internet werden vor allem Bekleidung und Schuhe sowie technische Geräte bezogen. Als wesentliche Vorteile werden die große Produktauswahl, Zeitersparnis, 24-Stunden-Öffnungszeiten sowie Bequemlichkeit gesehen. Nachteilig werden die hohen Versandkosten, der Datenschutz und die fehlende persönliche Beratung wahrgenommen.

Wearables in der gesundheitsbezogenen Forschung
Smartphones werden in Verbindung mit passenden Programmen (Apps) immer vielfältiger einsetzbar. Im vorliegenden Beitrag wurden die Plausibilität und
Reliabilität ausgewählter, mittels „Lauf-App“ erfasster Parameter überprüft. Fazit: Die App ist in Forschungsprojekten zur Motivation oder Compliancekontrolle
einsetzbar. Die Parameter Energieverbrauch und Streckenlänge werden jedoch für Forschungszwecke unzureichend genau erfasst.

Bezug von Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet: Recht und Risiko
VerbraucherInnen nutzen zunehmend digitale Medien, um sich über ernährungs- und gesundheitsbezogene Themen zu informieren. Die Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) ist in Deutschland weit verbreitet, diese können ohne persönliche Beratung auch über das Internet bezogen werden. Über diesbezügliche rechtliche Aspekte und Gesundheitsrisiken in Deutschland ist wenig bekannt.

Haushalt in Bildung & Forschung
Konsum in der digitalen Welt
2/2017
ISSN 2193-8806

https://www.budrich-journals.de/index.php/HiBiFo/issue/view/2124