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Primat des Pädagogischen in der digitalen Grundbildung (P3DiG)

GRUNDSATZFRAGEN UND GELINGENSBEDINGUNGEN IN DER PROFESSIONALISIERUNG VON PÄDAGOGISCHEN AKTEUREN FÜR KINDER IM GRUNDSCHULALTER. VERBUNDPROJEKT IM BMBF-PROGRAMM „DIGITALISIERUNG IM BILDUNGSBEREICH – GRUNDSATZFRAGEN UND  GELINGENSBEDINGUNGEN“

Verbundpartner:

  • Prof. Dr. Rudolf Kammerl (Hauptansprechpartner, Projektleiter),
    Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Lehrstuhl für Pädagogik und Leiter des Instituts für Lern-Innovation
  • Prof. Dr. Thomas Irion (Projektleiter),
    PH Schwäbisch Gmünd, Leiter des Zentrums für Medienbildung sowie der Abteilung Grundschulpädagogik des Instituts für Erziehungswissenschaft

Weitere Projektpartner:

  • Prof. Dr. Sabine Martschinke, FAU Institut für Grundschulforschung
  • Prof. Dr. Ralf Romeike, FAU, Department Informatik, Professur für Didaktik der Informatik
  • JProf. Dr. Marlen Niederberger, PH Schwäbisch Gmünd, Forschungsmethoden für Gesundheitsförderung und Prävention
  • Dr. Niels Brüggen, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

In aktuellen Strategiepapieren zur Bildung in der digitalen Welt fordern BMBF und KMK, ein Primat der Pädagogik in den Mittelpunkt der Bildungsstrategien zu
stellen. Grundlegende digitale Kompetenzen werden im Grundschulalter erworben. In dieser Lebensspanne soll die Grundschule als erste öffentliche Pflichtschule mit weiteren Bildungsakteuren den Erwerb der basalen Kompetenzen absichern, wobei hinsichtlich der Kompetenzmodelle, der Anforderungen an die Akteure und der notwendigen Rahmenbedingungen Unklarheiten bestehen.

Das Forschungsprojekt P3DiG macht es sich zur Aufgabe, sowohl mehrperspektivisch Professionalisierungsbereiche und -prozesse von pädagogischen  Akteuren zur „digitalen Grundbildung“ zu beschreiben und theoretisch zu modellieren als auch deren Umsetzung zu erfassen. In der ersten Projektstufe werden mit einem theoriebasierten Mehrebenenmodell die strukturellen Bedingungen von Kompetenzerwerb und Einstellungsänderungen von pädagogischen Akteuren (schulisch und außerschulisch) erfasst. Mittels Gruppendelphi-Verfahren werden wissenschaftliche Experten und Vertreter verschiedener Bildungseinrichtungen zur „digitalen Grundbildung“ im Kindesalter, zu Professionalisierungserfordernissen und -prozessen und strukturellen Rahmenbedingungen befragt. Ziel dieser ersten Stufe ist die Klärung von Grundsatzfragen hinsichtlich veränderter Aufgaben von Bildungseinrichtungen.

In der zweiten, umfassenderen Projektstufe erfolgt die Analyse von Gelingensbedingungen durch die Befragungen von Ausbildungspersonen und pädagogischen
Akteuren zur Identifikation von Kompetenzen und Einstellungen zur „digitalen Grundbildung“. Dabei werden insbesondere auch treibende und hemmende Faktoren in der Professionalisierung der pädagogischen Akteure erfasst. Hierzu werden in einem Methodenmix theoriegenerierende qualitative und hypothesenprüfende quantitative Forschungselemente miteinander kombiniert. Im qualitativen Teil werden insbesondere auch Bedingungskonstellationen von Kompetenzerwerb, Einstellungsveränderungen und praktischen Umsetzungen erfragt. Bestehende Daten aus aktuellen Studien mit einem ähnlichen Fokus werden mittels Sekundäranalysen eingebunden. Die Befunde der qualitativen Teilprojekte werden für eine quantitative Erhebung genutzt, mit der neue Skalen zur digitalen Bildung im Kindesalter validiert werden und Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen endogenen Faktoren (Kompetenzen, Einstellungen) pädagogischer Akteure und strukturellen Bedingungen geprüft werden sollen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas Irion
Direktor des Zentrums für Medienbildung
07171 983-427
thomas.irion(at)ph-gmuend.de