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Kindheitspädagogik

Auf den Anfang kommt es an

Die pädagogische Arbeit mit Kindern im Vorschul- und Elementarbereich ist im Zuge der Reformen nach PISA und IGLU zunehmend anspruchsvoller geworden. Denn bereits Kindertageseinrichtungen und Kinderkrippen sind nach dem neuen Verständnis Teil des Bildungssystems, das nun auf lebenslanges Lernen ausgerichtet ist. Dementsprechend sind auch die Anforderungen an die pädagogische Arbeit mit Kindern im vorschulischen Bereich, d. h. an die Kompetenzen der Erzieherinnen und Erzieher gestiegen, denn neben der Betreuung und Erziehung gilt es nun, begründete Lern- und Bildungsangebote zu machen, die auf individuelle Entwicklungsstände und -prozesse abgestimmt sind.  

Auf diese neuen Herausforderungen bereiten die Studiengänge zur Kindheitspädagogik vor: Der Bachelorstudiengang soll dazu befähigen, Bildungsprozesse bei Kindern zu erkennen, sie theoretisch einzuordnen, Ansätze und Konzepte zur Förderung zu bewerten, relevantes Fachwissen zu erwerben und mit unterschiedlichen Personengruppen zielgerichtet und konstruktiv zu kommunizieren. Inhalte des Studiums sind Spracherwerb, Sprachförderung, Schriftspracherwerb, frühes Fremdsprachenlernen, Beratung, Elementarpädagogik, Professionalisierung, Diagnostik, Entwicklungspsychologie, Organisation und Leitung sowie Frühförderung. 

Der Masterstudiengang baut auf diesem breit angelegten Fundament auf und bietet neben fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Vertiefungen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Sprachförderung oder kultureller Bildung (Kunst, Theologie, Musik) ein theoretisch fundiertes, anwendungsorientiertes und praxisnah gestaltetes Studium im Bereich Forschung und Evaluation, das durch Grundlagen in der Projektentwicklung und dem Projektmanagement ergänzt wird.  

Die Absolventinnen und Absolventen sowohl des Bachelor- als auch des Masterstudienganges erwerben somit in ihrem Studium eine solide Basis für vielfältige Arbeitsfelder: Von der pädagogischen Arbeit mit Kindern in Kindertagesstätten, Grundschulen oder Museen über administrative Tätigkeiten in der Verwaltung oder bei Trägern können sie beratende oder unterstützende Funktionen in der Familien- oder Jugendhilfe übernehmen, oder eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen, verbunden mit der Akquise, Planung, Durchführung und Auswertung von Forschungsprojekten an einer Hochschule oder für Verbände, Stiftungen sowie beispielsweise Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Bei der Ausbildung wird besonderer Wert auf eine Theorie-Praxis-Verflechtung und die Möglich­keit des Forschenden Lernens – auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur frühkindlichen Bildung – gelegt. Darüber hinaus besteht für die Studierenden die Möglichkeit im Rahmen der zahlreichen internationalen Kooperationen der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd einen Teil des Studiums an einer Partnerhochschule im Ausland zu studieren – beispielsweise im Rahmen des internationalen Kompetenznetzwerkes Frühe Kindheit.