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Schwerpunktbereich Sprachförderung

Die PH besitzt umfangreiche wissenschaftliche Expertise in verschiedensten Feldern der Sprachförderung. Die Studierenden profitieren von der Schwerpunktsetzung durch eine große Anzahl von Lehrveranstaltungen sowie Forschungs- und Anwendungsprojekten zur Sprachförderung. Daneben engagiert sich die PH in der Fort- und Weiterbildung zur Sprachförderung.

So bietet die PH Schwäbisch Gmünd beispielsweise für den Regionalverbund Sprache Ostwürttemberg das Zertifikatsstudium Sprachpädagogik für Erzieherinnen und Erzieher aus den Städten Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd an. Ziel dieser Weiterbildung ist die Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen, um Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu begleiten und durch sprachlich anregende Interaktionen individuell zu fördern. Begleitend findet ein systematisches Qualitätsmonitoring statt. Im Rahmen dieses wird die sprachbezogene pädagogische Qualität in den Einrichtungen mithilfe kontinuierlicher Struktur- und Prozessbeobachtungen erhoben. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Weiterbildung aufgearbeitet. Außerdem finden die Daten in einer wissenschaftlichen Langzeituntersuchung Verwendung – mit Blick auf den Zusammenhang von Qualitätsentwicklungsmaßnahmen und Qualitätsveränderungen.
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Ein wichtiges Forschungs- und Anwendungszentrum im Bereich Sprachförderung ist das „Bilderbuchzentrum“, dass sich dem Umgang mit Kinderliteratur und ihren Medien in didaktischen Kontexten widmet. In unterschiedlichen Teilprojekten erwerben Studierende im Theorie-Praxis-Transfer Einsichten in kindliche Rezeptions-, Sprach- sowie Schriftspracherwerbsprozesse. Mithilfe unterschiedlicher hochschuldidaktischen Szenarien werden die Erprobung eigenen bzw. die Reflexion fremden Handelns beispielweise durch den Einsatz videografierter Unterrichtssequenzen fokussiert: einerseits um für eigene Prägungen und Konzepte in Bezug auf literarische Gegenstände zu sensibilisieren und andererseits um mittels Reflexionen kindlicher Lernprozesse die eigene Professionalisierung voranzutreiben. weitere Informationen

Das vom Stifterverand der Deutschen Wissenschaft geförderten Projekt "Mit Sprache zur Fachkompetenz – Sprachlernen in den MINT-Fächern" setzt sich zum Ziel, Lehramtsstudierende bereits in der ersten Phase der Lehramtsausbildung – sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene – mit dem sensiblen Umgang mit Sprache beim Lehren und Lernen im Fachunterricht vertraut zu machen. Besonderheit hierbei ist der interdisziplinäre Charakter des Projektes, der es Studierenden aller Fachrichtungen (nicht ausschließlich MINT-Fächer) ermöglicht, Sprach- und Fachlernen in ihren Unterricht zu integrieren.
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Zusammen mit den anderen Pädagogischen Hochschulen bietet die PH Schwäbisch Gmünd das DaF-/DaZ-Promotionskolleg "Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht“ an, das die sprachliche Bildung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern in Vorbereitungs- und Regelklassen zum Gegenstand hat. Es soll erforscht werden, wie eine erfolgreiche Bildungsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern gelingen kann, die über nicht hinreichende Kompetenzen in bildungs- und fachsprachlichen Registern verfügen. Da Lernleistungen über Sprachkompetenz in bildungssprachlichen Varietäten positiv beeinflusst werden können, muss die Vermittlung von Sprachkompetenz ein fachübergreifendes, aber eben auch fachspezifisches Anliegen aller unterrichtlichen Arbeit sein. Die Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen stellt alle an diesem Prozess Beteiligten vor hohe Herausforderungen.

Das Teilprojekt an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd befasst sich im Rahmen einer qualitativen Studie mit den Einstellungen von Lehrkräften (unterschiedlicher Fächer und Schularten) zum sprachsensiblen Fachunterricht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Mehrsprachigkeit. Methodologisch wird mit der Grounded Theory-basierten Situationsanalyse (Adele E. Clarke) gearbeitet. Somit werden auch diskursanalytische Aspekte im Kontext der migrationsbedingten Mehrsprachigkeit berücksichtigt.

Projektleitung: Prof. Dr. Nazli Hodaie
Qualifikantin (Promotion): Saskia Alber-Mack 

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