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Semester-Praktika im Rahmen des Erasmus+-Programms (SMP)

Sie möchten eine längere Zeit im Ausland verbringen und gleichzeitig Praxiserfahrungen sammeln?

Sie möchten ein anderes Bildungssystem und den Arbeitsalltag in einem fremden Land hautnah kennen lernen und Ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern?

Dann ist für Sie ein Erasmus+-Praktikum genau richtig für Sie!

Studierende (und "frischgebackene" Absolventinnen und Absolventen) können mit Erasmus Praktika in Unternehmen oder Organisationen im europäischen Ausland absolvieren.

Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.  

Vorteile eines Erasmus-Praktikums im Ausland:  

  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem
  • akademische Anerkennung des Praktikums
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung    

Fördersätze:
Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern ("Programmländer").

Europaweit gelten die folgenden Mindesthöhen für drei Ländergruppen für Praktikumsaufenthalte (SMP):

 

Gruppe 1
monatlich mindestens
350 Euro:
Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden.
Gruppe 2
monatlich mindestens
300 Euro:
Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern.
Gruppe 3
monatlich mindestens
250 Euro:
Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn.

Alle Studierenden eines Förderjahres und einer Ländergruppe erhalten die gleichen Fördersätze. Die die PH Schwäbisch Gmünd liegen die Fördersätze in der Regel über den Mindestfördersätzen.

Voraussetzungen für ein Erasmus-Auslandspraktikum:  

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • Das Praktikum muss mindestens zwei Monate dauern.
  • nicht förderbar sind Praktika in europäischen Institutionen bzw. Organisationen, nationalen diplomatischen Vertretungen sowie Organisationen, die EU-Programme verwalten
  • Praktika an deutschen Auslandsschulen sowie an Einrichtungen wie dem Goethe-Institut sind möglich!

Antragsverfahren und Auswahl:
Wenn Sie die schriftliche Zusage Ihrer Praktikumseinrichtung gefunden haben, reichen Sie bitte folgende Unterlagen im Akademischen Auslandsamt der PH ein:  

  • Motivationsschreiben (je nach Zielland und Arbeitssprache auf Englisch)
  • Lebenslauf und Foto
  • Kopie Abiturzeugnis
  • Kopie Studienübersicht
  • Kopie Gutachten ISP (sofern Sie Lehramt studieren und das ISP bereits absolviert haben)
  • Schriftliche Zusage der Praktikumseinrichtung (mit Angabe des genauen Zeitraums und der Adresse der Praktikumseinrichtung)  

Sie werden daraufhin zu einem Interview eingeladen. Die Entscheidung über die Förderbarkeit des Praktikums trifft das Akademische Auslandsamt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern Ihres Studiengangs aufgrund der akademischen und persönlichen Eignung sowie aufgrund der Motivation. Nach der Zusage erhalten Sie direkt vom Akademischen Auslandsamt alle wichtigen Dokumente für die Förderung sowie ein Merkblatt.

Auswahlkriterien:  

  • Fachliche und persönliche Eignung
  • Leistungen im bisherigen Studium (bei Bewerbungen in einem frühen Studienabschnitt werden auch schulische Leistungen berücksichtigt)
  • Sinnhaftigkeit des Vorhabens
  • Sprachkenntnisse in der Arbeitssprache
  • Soziale und interkulturelle Kompetenz
  • Engagement außerhalb des Studiums    

Bewerbungsfristen:
Für Erasmus-Praktika, die von der PH Schwäbisch Gmünd vermittelt werden (aktuell ausschließlich Assistant Teacher-Stellen in der Region Cardiff/Wales) ist der 1.2. Bewerbungsfrist für das darauffolgende Förderjahr. Für selbst organisierte Praktika können jederzeit Förderanträge gestellt werden.

Bitte beachten Sie, dass eine Förderung nur vorbehaltlich der Verfügbarkeit der Mittel stattfinden kann. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Der Antrag auf Förderung muss vor Beginn Ihres Auslandsaufenthaltes beim Akademischen Auslandsamt eingehen.

Verpflichtende Sprachtests:
Die Europäische Kommission stellt einen Online-Sprachtest für fast alle in den Erasmus-Ländern gesprochenen Sprachen zur Verfügung. Dieser ist für alle Studierenden / Graduierten sowohl nach der Auswahl / vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache des Praktikums zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht Muttersprachler. Die Durchführung des Sprachtests soll nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen. Er sollte sowohl vor deren Auslandsaufenthalt als auch am Ende des jeweiligen Auslandsaufenthalts stattfinden, um miteinander vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und ggf. erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen zu können.

Die systematische, europaweit flächendeckende Überprüfung der Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz ermöglicht eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+.

Erasmus+ Studierendencharta:
Die Pflichten und Rechte der Studierenden im Erasmus+ Programm sind in der "Erasmus+ Studierendencharta" geregelt, die auf dieser Website heruntergeladen werden kann.

Sonderförderung:
Erasmus+ soll die Chancengleichheit und Inklusion fördern, aus diesem Grund wird Lernenden aus benachteiligten Verhältnissen (dies gilt in Deutschland im Programm Erasmus+ für während des Auslandsstudiums im Ausland Alleinerziehende) und mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm erleichtert.

Sonderförderung von Teilnehmern mit Behinderung:
Nützliche Informationen zu behindertengerechten Hochschulen der European Agency for Development in Special Needs Education: www.european-agency.org.

Sonderförderung von Studierenden mit Kind als Pauschale:
Studierende, die ihr Kind/ihre Kinder mit zum Erasmus+ Studienaufenthalt in ein Programmland nehmen und dort während der Erasmus+ Mobilität alleinerziehend sind, können Sondermittel als Pauschale erhalten. Die maximale monatliche Förderhöhe wird vorgegeben durch drei Ländergruppen.

Berichte:
Alle Geförderten, die an einer Erasmus+ Mobilitätsmaßnahme teilgenommen haben, sind verpflichtet, nach Abschluss der Maßnahme einen Bericht über das Mobility Tool Plus zu erstellen und zusammen mit entsprechenden Nachweisen (z. B. zur Aufenthaltsdauer) einzureichen.

Was sonst noch wichtig ist:  

  • Bitte beachten Sie auch die Möglichkeiten des PAD mit seinen Assistant Teacher Programmen. 
  • Wegen der Anerkennung des Auslandsaufenthalts als Praktikum wenden Sie sich bitte direkt an die schulpraktische Abteilung (bzw. bei Bachelor- und Masterstudiengängen an Ihre Studiengangsleitung).
  • Für die Zeit Ihres Praktikums-Semesters können Sie einen Antrag auf Beurlaubung aufgrund eines Auslandsaufenthaltes stellen. Bitte beachten Sie dazu die entsprechenden Fristen.
  • Falls Sie das Praktikum nach Ihrem ISP durchführen, kann Ihnen das Auslandspraktikum nach Absprache mit der Abteilung Schulpraxis als Professionalisierungspraktikum anerkannt werden.
  • Eine Förderung ist auch noch innerhalb des ersten Jahres nach Ihrem Abschluss an der PH möglich. Der Antrag auf Förderung muss jedoch gestellt werden, solange Sie noch immatrikuliert sind.  In den meisten Fällen benötigen Sie ein polizeiliches Führungszeugnis.
  • In den meisten Fällen reicht es, Ihr deutsches Führungszeugnis übersetzen zu lassen. Informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Praktikumsstelle darüber.
  • Sie müssen während Ihres Praktikums selbst Sorge um Ihren Versicherungsschutz tragen (Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung).