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Teilprojekt 4 (Erziehungswissenschaft)

Differenzherstellung unter intersektioneller Perspektive

Das Projekt verfolgt das Ziel der Förderung leistungsschwächerer Schüler*innen in der Grundschule vor dem Hintergrund differenztheoretischer Analysen des Unterrichtsgeschehens. Studien zur Thematik zeigen auf, wie Geschlecht in den Interaktionen des Unterrichts konstruiert wird (Faulstich-Wieland u.a. 2004, Grundschule: Breidenstein/Kelle 1998). Sertl verdeutlicht, wie Unterrichtsprozesse an den Bedürfnissen von Kindern aus der Bildungsferne vorbeigehen (Sertl 2008, Gellert u.a. 2014). Diehm (2000) zeigt auf, wie sich gut gemeinte Förderabsichten von Lehrenden als problematisch herausstellen können. In der Zusammenschau zeigt sich: Es fehlt zum einen weitgehend an Studien in der Grundschule und zum anderen wird in den meisten Studien die intersektionelle Perspektive ausgeblendet. Konzeptuell wird gefragt, wie Prädispositionen der Kinder in der Auseinandersetzung mit Lehrkräften und der Institution Schule zu verungleichenden Kategorien werden. Das Teilprojekt soll an einer Grundschule umgesetzt werden, die sich in einer herausfordernden Lage (Bremme u.a. 2017) befindet. In der ersten Projektphase wird eine Schulklasse über zwei Jahre im Unterricht begleitet (2-4 Feldphasen von ca. 6 Wochen pro Schuljahr). Parallel zu den Feldphasen werden Interviews mit etwa 15 Lehrenden und der Schulleitung geführt. Die Protokolle und Interviews werden angelehnt an die Grounded Theory (vgl. Strauss/Corbin 1996), die gesammelten Dokumente nach (Mayring 2015) ausgewertet.

Arbeitspakete (Projektphase I)

201920202021
Forschungsstand, Theorien, Vorbereitung Feldphasen u. Interviews
Durchführung Feldphasen, Interviews, im Wechsel mit Auswertungsphasen. Transkription, Protokolle, Kodierung
Verfassen der Dissertation