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Schulpraxis Lehramt GHS / Realschule (PO 2003)

Ziele und Inhalte der schulpraktischen Studien

Ziele

Die schulpraktischen Studien dienen der Einführung in die Unterrichtstätigkeit und beziehen sich auf pädagogische, fachliche, didaktische, soziokulturelle und methodische Fragen des Unterrichts.

Die Studierenden sollen lernen,

  • mit Unterstützung von Ausbildungslehrerinnen / -lehrern, Mentorinnen / Mentoren und Lehrenden der Pädagogischen Hochschule den notwendigen Rollenwechsel von ehemaligen Schülerinnen / Schülern zu künftigen Lehrerinnen / Lehrern anzubahnen,

  • lehrergemäße und schülerorientierte Verhaltensweisen einzuüben,

  • erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Erkenntnisse auf die Unterrichtswirklichkeit zu beziehen.

Das Erreichen dieser Ziele wird durch das Lehrangebot der Hochschule unterstützt.

 

Inhalte

  1. Einführung in die Schulpraxis
    Die Studierenden werden mit Grundlagen und -fragen der Unterrichtsbeobachtung, Unterrichtsplanung und Unterrichtsdurchführung sowie mit Problemen der Schulorganisation und Schulverwaltung bekannt gemacht. Die zweistündige Veranstaltung ist im ersten Semester zu belegen. Die Studienordnung für die schulpraktische Studien wird in dieser Veranstaltung erläutert. Die Studierenden werden in der Führung eines Portfolios angeleitet, in dem sie ihre schulpraktischen Erfahrungen während ihres Studiums dokumentieren und reflektieren.

  2. Schulpädagogisches Tagespraktikum für Anfänger
    Während dieser vierstündigen Veranstaltung des 2. oder 3. Studiensemesters, die in Ausbildungsklassen stattfindet, sammeln die Studierenden erste Erfahrungen in der Unterrichtsgestaltung und führen unter Anleitung von Ausbildungslehrerinnen / Ausbildungslehrern  und – wenn möglich – Betreuerinnen / Betreuern der Hochschule Unterrichtsversuche durch.

  3. Blockpraktikum I (dreiwöchig)
    Das 3-wöchige Praktikum findet nach erfolgreichem Abschluss der Einführungsveranstaltung und des Anfängerpraktikums zwischen den Semestern 2 und 3 bzw. 3 und 4 statt. Dieses Praktikum wird durch Ausbildungslehrerinnen / Ausbildungslehrer bzw. Mentorinnen / Mentoren betreut. Die Studierenden suchen sich den Praktikumsplatz selbst. Das Praktikum darf auch an anderen als Grund-, Haupt-, und Realschulen absolviert werden (z. B. Gesamtschulen, Privatschulen, Auslandsschulen), muss aber auch dort die Vorgaben unserer Praktikumsordnung berücksichtigen.

Die Studierenden erhalten im Praktikum einen Einblick in den Schulalltag. Unter Anleitung der Mentorinnen / Mentoren sammeln sie Erfahrungen in der eigenen Unterrichtsgestaltung sowie in fächerverbindenden Unterrichtsvorhaben. Sie sollen auch unterrichtliche Teilaufgaben sowie Fördermaßnahmen für einzelne Schüler oder Kleingruppen übernehmen. Es wird erwartet, dass mindestens 15 Unterrichtsversuche selbstständig durchgeführt werden. Die Unterrichtsversuche müssen in einem Bericht (Unterrichtstagebuch) dokumentiert werden, der der Mentorin / dem Mentor vorzulegen ist.

Die erfolgreiche Teilnahme am Blockpraktikum 1 ist Voraussetzung für die Absolvierung der Fachpraktika.

Wichtiger Hinweis:
Studierenden, die ihre Blockpraktika außerhalb der Bundesrepublik Deutschland ableisten wollen, wird empfohlen, sich privat gegen Unfall- und Krankheitsfolgen zu versichern, da Praktika im Ausland nicht durch den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz nach der RVO abgedeckt sind..

4.

Fachpraktika für Fortgeschrittene
Diese vierstündigen Praktika werden im Haupt- und im Leitfach an Ausbildungsklassen absolviert. Sie sind wichtige Bestandteile der fachdidaktischen Ausbildung und zielen darauf ab, die gewonnenen Erkenntnisse in konkreten erzieherischen und unterrichtlichen Situationen anzuwenden. Die Praktika werden in den Semestern 3 und 4 oder 3 und 5 oder 4 und 5 (entsprechend der Einteilung durch das Amt für schulpraktische Studien) abgeleistet. In jedem Tagespraktikum ist ein ausführlicher Unterrichtsentwurf anzufertigen, der von der betreuenden Hochschullehrerin / dem betreuenden Hochschullehrer bzw. der betreuenden Ausbildungslehrerin / dem betreuenden Ausbildungslehrer beurteilt wird.

5.Erziehungswissenschaftliches Blockpraktikum II (dreiwöchig)
Das dreiwöchige Praktikum findet zwischen den Studiensemestern 4 und 5 bzw. 5 und 6 statt. Es wird von Ausbildungslehrerinnen / Ausbildungslehrern oder Mentorinnen / Mentoren betreut. Vor diesem Praktikum haben die Studierenden mindestens zwei Tages- und ein Blockpraktikum absolviert. Da laut Prüfungsordnung (GHPO I) ein Praktikum im nicht gewählten Stufenschwerpunkt absolviert werden muss, findet das BP II für Studierende mit Stufenschwerpunkt Grundschule i. d. R. in der Hauptschule, für Studierende mit Stufenschwerpunkt Hauptschule i. d. R. in der Grundschule statt! (Für Studierende im Realschulstudiengang gilt diese Regelung nicht). Den Platz für das Praktikum suchen die Studierenden selbst. Unterrichtsversuche sollen in verschiedenen Fächern vorgenommen werden. Die erworbenen Kenntnisse aus den Fachdidaktiken und der Erziehungswissenschaft sollen in eigenen Unterrichtsversuchen sowie in fächerverbindenden Unterrichtsvorhaben umgesetzt werden.