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Erfahrungsberichte von Absolventinnen und Absolventen

Stand: Februar 2017

Hannes Brücher

Für den Masterstudiengang „Interkulturalität und Integration“ hatte ich mich damals entschieden, da ich nach meinem Bachelor in Soziologie einen Master mit einem klareren Profil studieren wollte. Zum Thema Migration und auch Interkulturalität gibt es mittlerweile viele Angebote in Deutschland, was für mich aber den Ausschlag gegeben hat in das hübsche Schwäbisch Gmünd zu gehen, war der zusätzliche Schwerpunkt Integration, den ich so nirgendwo anders gesehen hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Studium bot inhaltlich vielfältige Anknüpfungspunkte – Migration weltweit sowie deren Einfluss auf Deutschland, klar, interkulturelle Kommunikation und Begegnungen, sehr spannend, oder ganz praktisch Asylrecht, sehr hilfreich. Aber natürlich auch einen umfassenden Blick darauf wie Integration international sowie in Deutschland verstanden wird, aber auch anders gehandhabt werden könnte – super! Interreligiöse Begegnungen… es gibt viel zu lernen! Neben dem Inhaltlichen bleibt mir vor allem auch die tolle Vernetzung in Erinnerung – es werden wichtige Stellen der Integrationslandschaft besucht, der Kontakt zu Lehrenden ist an einer so kleinen Hochschule intensiver, dadurch ergab sich für mich bereits während des Studiums die Möglichkeit für die Auszubildenden der Landeshauptstadt Stuttgart einen Workshop „Interkulturelle Kompetenz“ zu konzipieren und zu leiten.  

Auch nach dem Studium bin ich nun wahnsinnig froh um den Master! Workshops habe ich mittlerweile auch in Reutlingen, München oder Bad Dürkheim gehalten. Ich arbeite dazu mittlerweile Vollzeit als Leiter des „Seminar für mehrsprachige Helferinnen und Helfer“ für die Inneren Mission München. Wir schulen mehrsprachige Ehrenamtliche als BrückenbauerInnen und vermitteln sie dann an ältere Migrantinnen und Migranten, um deren Teilhabe an den Angeboten der Altenhilfe zu verbessern. Wen es genauer interessiert kann einfach mal hier klicken: www.seminar-mehrsprachig.de 

Es gibt viel zu tun was die Themen Integration und Willkommenskultur in Deutschland angeht – der Master ist ein großer Schritt, um mitzuhelfen!


Sara Genç

Nach meinem Soziologiestudium B.A. habe ich mich dazu entschieden, meinen Fokus auf das Thema Migration zu legen. Auf der Suche nach einem geeigneten Studienfach, bin ich auf den Masterstudiengang Interkulturalität und Integration aufmerksam geworden. Ich habe mich daraufhin für die Aufnahme dieses Masterstudiums entschieden, weil mich sein breit gefächertes Themenspektrum sehr angesprochen hat. So wurde es mir möglich, das Thema Interkulturalität in all seiner Vielschichtigkeit zu begreifen. Das Studium hat sich sehr positiv auf mein Reflexionsvermögen ausgewirkt, insbesondere hinsichtlich der Themen Migration und Vielfalt. Während meines Studiums war ich bereits als Werkstudentin für eine Institution tätig, die sich unter anderem mit dem Thema Interkulturalität beschäftigt. Durch das erlernte Fachwissen wurde mir dort noch während meiner Studienzeit eine Festanstellung angeboten, die ich aufgrund der flexiblen Studienkonzeption gut mit dem Berufsleben vereinen konnte. So arbeite ich bis heute als Projektmanagerin zum Thema Migration und Teilhabe in einer großen unternehmensverbundenen Stiftung. Die Praxis hat mich gelehrt, wie wichtig es für eine Tätigkeit in diesem Arbeitsfeld ist, über fachliches Wissen zu verfügen. Rückblickend betrachtet, hat mich das Studium großartig auf die Arbeitswelt vorbereitet – sowohl im theoretischen als auch im praktischen Umgang mit dem Thema Interkulturalität und all seinen Komponenten.


Anne-Katrin Schührer

Das Thema „Interkulturalität“ hat mich bereits in meinem Studium der Sozialen Arbeit interessiert. Als Sozialarbeiterin war ich schon immer an den Mechanismen von Inklusion und Exklusion interessiert und war in der Straffälligenhilfe insbesondere mit nicht geglückter Integration konfrontiert. Als 2009 der Studiengang „Interkulturalität und Integration“ startete, war dies für mich die Gelegenheit, mein Interesse an dem Thema zu vertiefen und mir als Sozialarbeiterin ein weiteres zu erschließen. Das Studium bot ein großes Spektrum an Seminaren. Für mich hilfreich waren insbesondere das Seminar „Ausländerrecht“, in dem die wichtigsten migrations-und integrationsrechtlichen Grundlagen vermittelt wurden, sowie die verschiedenen Vorlesungen in Soziologie. Für meinen beruflichen Werdegang weniger wichtig waren Seminare zu Literatur und „Deutsch als Zweitsprache“. Dennoch waren diese Seminare eine große Bereicherung und ein Blick über den eigenen (beruflichen) Horizont hinaus. Die Stärke des Studiums liegt für mich in der großen, interdisziplinären Bandbreite an wissenschaftlichen Themen als Hinführung zu vielen potentiellen Arbeitsfeldern.

Seit dem Studium arbeite ich als akademische Mitarbeiterin an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Standort Heidenheim und bin in der Lehre im Studiengang Soziale Arbeit für angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter tätig. Mein Wissen aus dem Masterstudiengang „Interkulturalität und Integration“ kann ich insbesondere in Seminaren wie „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“, „Rassismus und Diskriminierung“ oder „Interkulturelle Kompetenzen“ einsetzen. Außerdem ermöglichte mir der Studienabschluss die Berechtigung zur Promotion. Seit 2015 betreut mich Prof. Dr. Stefan Immerfall in meiner Dissertation zum Thema „Freiwilliges Engagement und Migration“.


Sinja Hiss

Nachdem ich mein Bachelorstudium in Übersetzungswissenschaft absolviert hatte und einen Einblick in den Tätigkeitsbereich der Migrationsberatung erlangen durfte, stand für mich fest, dass im Bereich “interkulturelle Beratung” meine Interessen an der Sprach- und Sozialwissenschaft bestmöglich verknüpft werden könnten. Auf der Suche nach einem nicht konsekutiv aufbauenden, weiterführenden Studium, das diese Teilbereiche miteinander verbindet, stieß ich auf den von der PH Schwäbisch Gmünd angebotenen Master “Interkulturalität und Integration”. Insbesondere meine Kenntnisse zum Aufenthaltsgesetz wollte ich durch ein weiterführendes Studium vertiefen, um diese später in der Beratungspraxis anwenden zu können. Der Studiengang an der PH Schwäbisch Gmünd überzeugte mich durch sein vielfältiges und praxisnahes Kursangebot, was mir während der Studienzeit einen facettenreichen Einblick in verschiedene historische, interkulturelle, interreligiöse, soziologische, rechtliche und literarische Aspekte früherer und zeitgenössischer Migrationsbewegungen ermöglichte. Die Theorie wurde zum Teil von Praktiker_innen gelehrt, zum Teil durch Übungen und Projektplanungen konkret angewandt, sodass mir das Studium an der Pädagogischen Hochschule einen wertvollen Wissensschatz für meine heutige Tätigkeit in der Beratung von Migrant_innen mit an die Hand gab. Durch den direkten Bezug der PH zu bereits im interkulturellen Kontext arbeitenden Organisationen und Einrichtungen aus der Umgebung, erfolgte mein Einstieg in das Berufsleben bereits während des vorletzten Semesters. Heute arbeite ich für zwei städtische Beratungsangebote mit Schwerpunkt zum Aufenthalts- bzw. Freizügigkeitsrecht. Insbesondere bei der Beratung für Neubürger_innen kann ich nun sowohl an meine linguistischen als auch sozial-theoretischen Kenntnisse anknüpfen, was ich als enorme Bereicherung im Arbeitsalltag erlebe.


Jessica Milwich

Den ersten Kontakt zur Flüchtlingsarbeit bekam ich schon währen meines Bachelorstudiums, als ich mich ehrenamtlich in einer Gemeinschaftsunterkunft engagiert habe. Hier arbeitete ich vor allem mit geflüchteten Kindern, was mich nachhaltig geprägt hat. Nach verschiedenen Praktika in Schwäbisch Gmünd war mir klar, dass ich im Masterstudiengang Interkulturalität und Integration eine perfekte Ergänzung zu meinem eher theoretischen Bachelor finden würde.  

Das Studium Interkulturalität und Integration ist sehr vielfältig in den Disziplinen ausgelegt und gibt viele, ganz unterschiedliche Einblicke in Arbeits- und Themenfelder. Das ermöglichte mir, größere Zusammenhänge und Strukturen des globalen und nationalen Migrationsgeschehens und den jeweiligen Auswirkungen zu verstehen. Außerdem konnte ich ganz praktische Seminare in den Bereichen Migrationspädagogik, (Aus-)Bildung und Diversity Management belegen, die mich in meinem Verständnis und in dem Know-how für mein zukünftiges Arbeitsfeld weiterbrachten. Nach dem dritten Semester entschloss ich mich dazu, den Berufseinstieg zu wagen und bekam die Möglichkeit im Kreisdiakonieverband Ostalbkreis in der diakonischen Flüchtlingsarbeit zu arbeiten. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Begleitung und Schulung von Ehrenamtlichen, aber auch die Projektarbeit mit und Begleitung von Migrant*innen und Geflüchteten. Die Aufgaben verändern sich in diesem Bereich stetig und stellen mich stets vor neue Herausforderungen. Ich merke jedoch immer wieder, wie ich aus dem Wissen des Studiums in meinem Job in der Flüchtlingsarbeit sehr profitiere. Deshalb bin ich nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Entscheidung und kann das Studium deshalb sehr empfehlen. Vor allem für diejenigen, die sich einen ganz praktischen Bezug zu den verschiedenen Arbeitsfeldern wünschen.


Denise Uhlenbrock

Bei meiner Recherche eines geeigneten Masterstudiengangs fand ich die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, die den Studiengang „Interkulturalität und Integration“ anbot. Das Curriculum deckte fast alle thematischen Facetten der Integration und Interkulturalität ab. Wenn man sich näher mit der Stadt Schwäbisch Gmünd beschäftigt, stellt man schnell fest, dass sie eine Vorreiterrolle für die kommunale Integrationsarbeit in Baden-Württemberg spielt.

Das Studium war zeitlich gut strukturiert und auch die Seminareinhalte waren sinnvoll gewählt, so dass man Einblicke in die Geographie und Migrationsgeschichte und in interreligiöse sowie soziologische Inhalte bekam. Besonders gefallen hat mir das Rechtsseminar über die Einwanderungs- und Aufenthaltsgesetze von Zugewanderten.

Während des Studiums bekam ich die Möglichkeit an zwei wissenschaftlichen Begleitforschungen mitzuarbeiten. Als wissenschaftliche Hilfskraft durfte ich bei den Projekten „Deine Stadt – Deine Zukunft“ und der Evaluation des Stuttgarter Welcome Centers aktiv mitwirken. Darüber hinaus war es mir möglich eines der Forschungsprojekte inhaltlich in meiner Abschlussarbeit praxisbezogen aufzubereiten.

Bereits im Berufsfelderseminar wurden uns mögliche Berufswege aufgezeigt. Dadurch bekam ich einen umfangreichen Einblick in die beruflichen Möglichkeiten, die das Studium birgt. Nach meinem Abschluss führte mein Weg ins Stiftungswesen. Dort arbeite ich als Referentin bei der Baden-Württemberg Stiftung und bin für über 100 Projekte im Integrationsbereich zuständig. Der Master IKU hat mir in meinem bisherigen Werdegang einen tiefen Einblick in die Materie gegeben und mir die Möglichkeit gegeben, die aktuelle und historische Integrationsarbeit aus verschiedenen interdisziplinären Perspektiven zu betrachten. Resümierend würde ich dieses Studium jedem weiterempfehlen, der sich für die Thematik interessiert und künftig in diesem Bereich beruflich aktiv sein möchte.


Pablo Lauterstein

Während man im Regelfall über das Studium zum Beruf kommt, verhielt es sich bei mir ein wenig anders. Erst meine Tätigkeit als Sozialpädagoge sowie die Arbeit mit Menschen in unterschiedlichsten Kontexten und Lebenslagen weckten den Wunsch nach einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit Integration, Migration sowie Interkulturalität, um im Alltag die Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen zu können. Das Studium an der PH Schwäbisch Gmünd entsprach absolut diesem Wunsch. Neben dem Besuch von Seminaren und Vorlesungen erhielt ich die Möglichkeit an diversen – auch internationalen – Fachtagungen teilzunehmen. Obwohl es für mich als Pendler aus Stuttgart, wie auch Berufstätiger, nicht immer leicht war Studium, Leben und Arbeit unter einen Hut zu bekommen, lernte ich schnell die Gemeinschaft an der Hochschule und insbesondere im Studiengang IKU sowie den einladenden Charme Schwäbisch Gmünds zu schätzen – das Studium war an der Pädagogischen Hochschule von einer familiären und kooperativen Stimmung geprägt. Nicht nur unter den Studierenden. Das Ringen um Wissen erfolgte mit den Lehrkräften wohlwollend und auf Augenhöhe. Aus dem Studium habe ich daher nicht nur bereichernde Gespräche und Begegnungen mitgenommen, sondern vor allem aufgrund vielseitiger Angebote in und außerhalb der Hochschule einen neuen Horizont gewonnen. Obwohl ich zu Studienbeginn schon beruflich gesattelt war, haben sich mir durch meine fachliche Weiterentwicklung neue Möglichkeiten erschlossen. Neben meinem heutigen pädagogischen Alltag mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten kann ich nun souverän mit Weitsicht und Tiefblick selbst Fachkräfte in Migrations- und Integrationsfragen beraten, weiterbilden und schulen. Die mir durch das Studium mitgegebene Reife des “Masters” bot mir zudem den Weg in Leitungspositionen. Auch wenn das Studium neben dem Beruf zuweilen eine besondere Belastung darstellte, so war es jede Mühe wert.      

 

Stand: April 2017