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Was Online-Konferenzen möglich machen … Politik-Studierende der PH organisieren virtuellen internationalen Austausch

Mit einer spontanen Idee fing alles an. Studierende des Faches Politik trafen sich, natürlich online, zu einer Fachschaftssitzung. „Wie wäre es einen US-Amerikaner einzuladen, der über die vergangene Wahl spricht, um aus erster Hand zu erfahren, wie die Atmosphäre in den USA ist?“ Gesagt, getan. Schnell war ein möglicher Gast gefunden: Assistenzprofessor Scott Feinstein, von der Iowa State University in Amerika im Mittleren Westen der USA, einer Partnerhochschule der Pädagogischen Hochschule, der seine Teilnahme sofort zusagte.

Studierende der Politikwissenschaft der PH Schwäbisch Gmünd und Assistenzprofessor Scott Feinstein, von der Iowa State University.

Studierende der Politikwissenschaft der PH Schwäbisch Gmünd und Assistenzprofessor Scott Feinstein, von der Iowa State University.

Die Werbung für die Veranstaltung verlief über die Sozialen Medien, sogar eine Instagram-Story wurde erstellt. So wurden auch Studierende anderer Fächer und internationale Austauschstudierende erreicht.
Am 14. Dezember um 18 Uhr war es dann endlich so weit. Die Moderation übernahm die Studentin Alina Ellwanger, die den Gastdozenten begrüßte. Professor Feinstein sprach zum Thema „Identities, Values and Institutions in the 2020 US election“. Die politische und gesellschaftliche Polarisierung in den USA führte er auf die Verteilung unterschiedlicher Wertvorstellungen und Identitäten zurück. Liberale und traditionelle Lebenswelten hätten sich immer weiter voneinander entfernt und seien kaum noch in der Lage sich miteinander auszutauschen. Damit regte Feinstein eine lebendige Frage- und Antwort-Runde und muntere Diskussionen unter den ca. 60 Teilnehmenden an.
Die Fachschaftsvertreter/innen freuten sich sehr über die rege Beteiligung. „Wir sind sehr glücklich über das zahlreiche Erscheinen der Studierenden. Das war ein toller Erfolg, mit so vielen Interessierten haben wir gar nicht gerechnet“, sagt Fidan Soya, eine Sprecherin der Fachschaft. Und Michelle Ihrig, ihre Kommilitonin ergänzt: „Auch in Zeiten einer Pandemie lassen sich soziale Kontakte und sogar der Austausch über Ländergrenzen hinweg aufrechterhalten. Das ist eine tolle Erfahrung“. Anerkennend äußerte sich auch der Professor für Politikwissenschaft an der Gmünder PH, Helmar Schöne: „Die Studierenden haben gezeigt, wie es auch gehen kann: Innerhalb weniger Tage haben sie aus einer spontanen Idee eine interessante Veranstaltung mit internationaler Beteiligung entwickelt. Statt über die notwendigen Kontaktbeschränkungen zu klagen, haben sie die Möglichkeiten genutzt, die sich durch Online-Konferenzen ergeben.“ Für den internationalen Austausch liegt in der Corona-Krise also auch eine Chance.