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Was Selbstregulationsstrategien für das Gesundheitsverhalten bedeuten

Wie kann das Gesundheitsverhalten gefördert werden und welchen Einfluss nehmen darauf Persönlichkeit und wahrgenommener Stress? Tanja Dewitt, die nun zum Dr. phil. promoviert wurde, hat sich in ihrem Dissertationsprojekt im Fach Psychologie mit diesem Thema beschäftigt. Dabei nahm sie die Wirkung von Selbstregulationsstrategien unter die Lupe, die als vielversprechender Beitrag zur Änderung des Gesundheitsverhaltens gelten.

Screenshot der Disputation von Tanja Dewitt

Tanja Dewitt (unten rechts) und (weiter im Uhrzeigersinn) Prof. Dr. Carl-Walter Kohlmann (Zweitgutachter), Dekan Prof. Dr. Thomas Weiß (Vorsitzender des Promotionssauschusses) und Prof. Dr. Birte Dohnke (Doktormutter und Erstgutachterin) bei der Online-Disputation. Quelle: Screenshot Dohnke.

Selbstregulationsstrategien sind z.B. Zielsetzung, Handlungsplanung, Bewältigungsplanung, Selbstbeobachtung, Feedback und Zielüberprüfung. Vor allem, wenn diese Techniken kombiniert werden, nehmen sie auf das Gesundheitsverhalten positiven Einfluss, zeigen Meta-Analysen. Tanja Dewitt hat darum diese Strategiekombination in der aufsuchenden Primärprävention erstmalig untersucht.

Im Rahmen des regulären Unterrichts an Fachschulen der Gesundheits- und Krankenpflege überprüfte sie mittels einer theorie- und evidenzbasierten Intervention bei 237 Auszubildenden, ob die Teilnehmenden die vermittelten Strategien zur Selbstregulation umsetzen (Adhärenz), ob die Intervention wirksam ist und ob Persönlichkeit oder wahrgenommener Stress die Adhärenz und Wirksamkeit beeinflussen.
Konkret untersuchte sie die Wirksamkeit an der Menge und der Gewohnheitsstärke des Obst- und Gemüsekonsums.

Es zeigte sich, dass die vermittelten Strategien zur Selbstregulation von der Mehrheit der Teilnehmenden umgesetzt wurden und die Intervention wirksam war. Dabei setzten TeilnehmerInnen mit höherer Ausprägung des Persönlichkeitsmerkmals Verträglichkeit und niedrigerem wahrgenommenem Stress die Strategien eher um. „Die Ergebnisse der Arbeit erweitern die wissenschaftliche Grundlage für wirksame Techniken zur Verhaltensänderung und relevante Wirkbedingungen, die uns für eine erfolgreiche, zielgruppengerechte Prävention und Gesundheitsförderung zugutekommt“, resümiert Doktormutter und Erstgutachterin Prof. Dr. Birte Dohnke. Die Dissertationsschrift wird in der Buchreihe Gesundheitspsychologie des Springer-Verlags erscheinen.