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Professionelle Gesundheitsförderung gefragter denn je

Nicht nur Corona selbst macht krank, auch die Auswirkungen der Pandemie können gesundheitsgefährdend sein. Darüber waren sich AkteurInnen der Gesundheitsförderung der Pädagogischen Hochschulen Schwäbisch Gmünd und Heidelberg bei einem virtuellen Austausch ihrer jeweiligen Kompetenzzentren einig. Dabei ist, laut einer aktuellen Untersuchung, davon auszugehen, dass soziale Ungleichheiten die Gesundheitschancen weiter verschärfen. „Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention zunehmen“, prognostiziert Prof. Dr. Birte Dohnke, Mitglied des Leitungsteams des Kompetenzzentrums Gesundheitsförderung (KGZ) der Gmünder PH. Eine zentrale Aufgabe sei daher die Schaffung von gesundheitsfördernden Lebenswelten – z.B. in Kitas, Schulen oder Kommunen.

Screenshot des Austauschs der Kompetenzzentren

Prof. Dr. Petra Lührmann, Katja Schleicher und Prof. Dr. Birte Dohnke vom Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung der PH Schwäbisch Gmünd (oben, v.l.n.r.) sowie Prof. Dr. Jens Bucksch und Prof. Dr. Katja Schneider vom Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung der PH Heidelberg (unten, v.l.n.r.). Quelle: Screenshot Schleicher

Ein Mittler zwischen diesen Lebenswelten und der Wissenschaft stellen die Kompetenzzentren für Gesundheitsförderung der beiden Hochschulen dar. An der PH Schwäbisch Gmünd ist dies das KGZ, an der PH Heidelberg das Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (HD:ZPG). Sie greifen das vorhandene Know-how an den Hochschulen auf, bündeln es und bieten es in Form von Kooperationen an – sei es in den Lebenswelten Kommune, Schule und Betrieb sowie bei Bedarfsanalysen und Evaluationen, insbesondere in den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Stress. „Die Nachfrage nach der Expertise der Hochschulen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention ist sehr groß“, sagt Prof. Dr. Jens Bucksch vom HD:ZPG, „und sie wird voraussichtlich weiter steigen“, ergänzt Katja Schleicher, Geschäftsführerin des KGZ. Gute Berufsaussichten also auch für die Studierenden der Gesundheitsförderung der Hochschulen. Zumal sie in die Arbeit der Zentren direkt eingebunden sind und hierbei wertvolle praktische Erfahrung sammeln.

Beim virtuellen Gespräch tauschten sich die Leitungsteams der Zentren über gegenwärtige Herausforderungen aus, und die Gmünder, deren Zentrum 2014 gegründet wurde, teilten ihre bisherigen Erfahrungen. Des Weiteren loteten die TeilnehmerInnen eine mögliche Zusammenarbeit in Forschung und Lehre aus, um dem steigenden Bedarf nach professioneller Gesundheitsförderung gerecht zu werden.

Info

Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung

Das Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd (KGZ) besteht seit 2014. Es ist Ansprechpartner für Unternehmen, Kommunen und weitere gesellschaftliche Institutionen, die mit der Hochschule kooperieren möchten. Zu den Kernaufgaben gehört die Koordination der Kooperationen und Dienstleistungsprojekte.

Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung

Das Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (HD:ZPG) wurde 2019 ins Leben gerufen. Es sollen Gesundheitsthemen über die drei Säulen Forschung, Lehre und Transfer innerhalb und außerhalb der Hochschule nachhaltig weiterentwickelt werden. Leitend ist bei allen Vorhaben ein interdisziplinärer Blick auf die Frage, wie Gesundheit erhalten und Krankheit vorgebeugt werden kann.