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Dank virtueller Kooperation raus aus der Isolation

Wie können angehende und erfahrene Lehrkräfte Gefühle der Isolation und der geringen Motivation – wie sie viele in der Pandemie erfahren – bewältigen? Wie erhalten Lehrkräfte und Lehramtsstudierende in isolierten Kontexten und ländlichen Gebieten Zugang zum Austausch mit anderen und zu beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten? Eine mögliche Antwort: VALIANT. „Das steht für ‚Virtual Innovation and Support Networks for Teachers‘ – virtuelle Innovations- und Unterstützungsnetzwerke für Lehrkräfte“, erklärt Professorin Euline Cutrim Schmid, Projektleiterin an der Pädagogischen Hochschule (PH) Schwäbisch Gmünd.

Auf dem Foto sind die Teilnehmer beim Kick-off-Meeting des Erasmus+-Projekts VALIANT. Projektleiterin an der PH Schwäbisch Gmünd: Professorin Euline Cutrim Schmid dritte von oben ganz links

Kick-off-Meeting des Erasmus+-Projekts VALIANT

Im Rahmen des Erasmus+-Projektes arbeiten mehrere Universitäten und Hochschulen aus verschiedenen europäischen Ländern – darunter die Gmünder PH – sowie die Bildungsministerien von Castilla y León und Galicien, Norwegen, Portugal, Slowenien und Baden-Württemberg, Deutschland, zusammen. Ihr Ziel: Es (angehenden) Lehrkräften der Primar- und Sekundarstufe zu ermöglichen, an virtuellen Kooperationsprojekten mit Kolleginnen und Kollegen in ganz Europa teilzunehmen. „Wir erhoffen uns, dass so einerseits Gefühle der Isolation überwunden werden können und andererseits, dass die Lehrkräfte ihre Fähigkeiten zur virtuellen Zusammenarbeit und Kommunikation weiterentwickeln und digitale Technologien für die professionelle Zusammenarbeit nutzen“, sagt Prof. Dr. Euline Cutrim Schmid.

Gerade in ländlichen Gegenden oder in Zeiten gezwungener Isolation, wie z.B. während der Corona-Pandemie, könne es schwierig sein, Fort- oder Weiterbildungen wahrzunehmen oder sich im Kollegium auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Die VALIANT-Netzwerke möchten hier Abhilfe schaffen und Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und BildungsexpertInnen auf unterschiedliche Weise zusammenbringen. „Studierende können die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen beispielsweise zu ihren Erfahrungen mit bewährten Unterrichtspraktiken befragen, oder fortgeschrittene Lehrkräfte werden von einem eingeladenen Experten in verschiedenen Bereichen geschult“, erklärt Cutrim Schmid die Idee.

Das Projekt, unter der Leitung der spanischen Universität León, hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird von der Europäischen Kommission mit einer Gesamtsumme von rund 800.000 Euro gefördert.