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Murrhardt und der Dreißigjährige Krieg 1618 bis 1648

Auf dem Foto ist das Cover des Buches Murrhardt und der Dreißigjährige Krieg: Religionskonflikt – Militär – Kriegsfolgen

Es ist bekannt, dass der Dreißigjährige Krieg mit seinen Bevölkerungsverlusten und Zerstörungen den deutschen Südwesten in kaum vorstellbarer Weise traf. Aber wie wirkte sich das konkret vor Ort aus? Murrhardt ist dafür ein besonders originelles Untersuchungsobjekt: Das hiesige Kloster wurde 1629/30 wieder rekatholisiert. Zwischen den Mönchen und ihren protestantischen Kontrahenten entwickelte sich ein jahrzehntelanger Kleinkrieg, in dem es gleichermaßen um die Seelen der Untertanen wie um deren Geldbeutel ging. Beide Seiten setzten sowohl moralischen und juristischen Druck als auch militärische Gewalt ein, um ihre Ziele zu erreichen. Noch schlimmer als alle militärischen Exzesse waren zwei verheerende Pestepidemien mit anschließender Hungersnot. Wie die Untertanen zwischen den Klippen dieser religiösen und politischen Rechthaberei und apokalyptischen Not hindurchkamen – oder in großer Zahl untergingen – wird im vorliegenden Buch dargestellt.

Gerhard Fritz, Remshalden: Hennecke-Verlag 2021, 180 S., ISBN 978-3-948138-06-6, € 18,80