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Mit Comics die Leselust wecken

Comics im Grundschulunterricht? Illustrator und Autor Patrick Wirbeleit hat beim fünften virtuellen Werkstattgespräch des Bilderbuchzentrums der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd Studierenden und Interessierten die Chancen von Comics für den Deutschunterricht nähergebracht.

Patrick Wirbeleit bei der Zoom-Lesung

Wie entsteht ein Comic und wie kann man ihn für den Unterricht nutzen? Patrick Wirbeleit gab beim Werkstattgespräch des Bilderbuchzentrums der PH Antworten darauf.

Der Illustrator verschaffte den TeilnehmerInnen mit Skizzen zur Entstehungsgeschichte und Auszügen aus seinen Werken einen Eindruck davon, welche Arbeit hinter jedem einzelnen Comic steckt. „Von der Entwicklung eines ersten Szenarios, der Ausarbeitung eines Drehbuchs, den verschiedenen Stadien der Zeichenentwürfe bis hin zum kolorierten Endprodukt vergehen meist mehrere Monate“, so Wirbeleit. Weiter erklärte er, warum er dem Comic besonders für die Schuleingangsstufe großes Potenzial zuschreibt: So könnten leseschwächere Kinder im Comic eine komplexe Geschichte in Bild und Text erlesen, während lesestarke Kinder in den anreichernden Bildern weitere Details und motivierende Fortführungen entdeckten, die sie nicht langweilten.

Rund 160 Anwesende nutzten das Angebot, Fragen zu bildnerischen Techniken, aktuellen Projekten und zu seiner Arbeit mit Kindern und Lehrkräften an Schulen zu stellen. „Der Autor gab in der kurzen Zeit einen guten Einblick in die Welt der Comics und gestaltete eine interaktive Lesung, bei der die Teilnehmenden viel über seine Arbeit als Autor und Illustrator sowie über die Lernchancen von Comics im Unterricht lernen konnten“, resümiert Lehramtsstudentin Daria Lutz. Auch Dr. Eva-Maria Dichtl vom Bilderbuchzentrum der Gmünder PH stimmt dem zu. Erklärtes Ziel des Autors sei es, mit Comics Begeisterung am Lesen zu wecken. „An diesem Nachmittag hat er gezeigt, wie dies gelingen kann.“