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Studierenden Medienbildung und journalistische Grundlagen vermitteln

Fake-News erkennen, journalistisches Schreiben beherrschen, neue Medien sinnvoll einsetzen: Das sind Fähigkeiten, die im Alltag und der Berufswelt gefragt sind. Um Studierenden und angehenden Lehrkräften und damit wiederum deren späteren Schülerinnen und Schülern diese Kompetenzen zu vermitteln, fiel an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd im Rahmen des Dies Academicus der Startschuss der „Campusredaktion CrossMedia“. Gefördert wird das dreijährige Projekt von der LFK, die Medienanstalt für Baden-Württemberg.

Ein aufgeklapptes Smartphone liegt auf einer Zeitung, daneben eine Brille

Th G auf Pixabay

Foto Logo LFK

„Damit Lehrpersonen Heranwachsende beim Lernen mit und über digitale Medien unterstützen können, benötigen sie das entsprechende Handwerkszeug“, erklärt Prof. Dr. Patricia Nauwerck vom Projektteam. Ziel der Campusredaktion ist es darum, praxisnahe Lehrangebote zur Vermittlung von Medienkompetenz und journalistischen Grundlagen aufzubauen. Dabei soll die Campusredaktion CrossMedia Werkstattcharakter haben, in der Studierende und Lehrende die Gelegenheit erhalten, ihr in Lehrveranstaltungen und Fortbildungen erworbenes Wissen direkt umzusetzen und zu erweitern. Mit- und voneinander lernen ist das Motto der Campusredaktion. Das Format „CrossMedia“ nimmt dabei ebenfalls einen breiten Raum ein. „Durch unsere Förderung möchten wir den Einsatz digitaler Medien in der Lehre stärken und Studierende als zukünftig Lehrende mit der Produktion von beispielsweise Audio- oder Videopodcasts sowie Lehrfilmen vertraut machen“, unterstreicht auch LFK-Präsident Dr. Wolfgang Kreißig. Die studienfachübergreifenden journalistischen Qualifikationsangebote an Studierende sollen nach Abschluss der Projektlaufzeit dauerhaft in die Lehre eingebunden werden.

Das Projekt zeichnet sich nämlich nicht nur durch Crossmedialität, sondern auch durch fachliche Interdisziplinarität aus. So bringen im Redaktionsteam sowohl Sprach- und Literaturwissenschaftlerinnen als auch Hochschullehrende aus naturwissenschaftlichen Fächern (Biologie und Chemie) ihre Expertise ein. Die Vernetzung der Lehramtsausbildung mit journalistischem Arbeiten wird im Fach Biologie bereits umgesetzt: Um die Artenkenntnis sowie das Verständnis von biologischen und ökologischen Zusammenhängen bei Kindern und Jugendlichen zu verbessern, nutzen Studierende Instagram zur Informationsvermittlung. Dort veröffentlichen sie selbst aufgenommene Fotos einheimischer Pflanzen und Tiere, zu denen sie Artbeschreibungen verfassen. Um kurze, prägnante und trotzdem informative Texte erstellen zu können, werden sie zunächst medienpädagogisch und journalistisch weitergebildet. In einem zweiten Schritt wird das Konzept auf die Schulpraxis transferiert: Die darin geschulten Studierenden leiten nun Kinder und Jugendliche dazu an, das Format umzusetzen. Um den Lernerfolg sicherzustellen, soll die Artenkenntnis vor und nach dem Projekt über die App Kahoot! überprüft werden.