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Forschungsausbau, Chancenverbesserung und grundlegende Weichenstellungen an der PH

Die PH Schwäbisch Gmünd setzte im akademischen Jahr 2020/2021 trotz der Belastungen durch die Pandemie ihren in den letzten Jahren stetig vorangeschrittenen Ausbau der Forschungsleistungen weiter fort. „Die neu bewilligten Dritt- und Fördermittel lagen im akademischen Jahr erneut deutlich über denen des Vorjahres mit einer Steigerung um knapp eine Million Euro“, freute sich Rektorin Prof. Dr. Claudia Vorst bei der virtuellen Vorstellung des Rechenschaftsberichts am 15. Dezember im hochschulöffentlichen Senat. Vier Professuren und vier Juniorprofessuren mit Tenure-Track wurden neu eingestellt. Sieben Promotionen konnten abgeschlossen werden. Daneben gab es grundlegende Weichenstellungen, insbesondere die Vorbereitung des Struktur- und Entwicklungsplanes 2022-26, für den in zahlreichen Arbeitsgruppen, Kommissionen und hochschulweiten Diskussionen festgelegt wurde, wo die PH in Zukunft ihre Schwerpunkte setzen wird. Unter anderem gilt es, das Leitbild unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Megatrends weiterzuentwickeln: Gestaltung des digitalen Wandels, gesellschaftliche Diversifizierung, Festhalten an einem humanistischen Menschenbild. So soll eine Kultur der Digitalität verlässlich in den Studienprogrammen und im Hochschuldiskurs etabliert werden. Vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen und einer zunehmend heterogener werdenden Gesellschaft müssen Themen wie Diversität oder Inklusion weitergedacht werden.

Auf dem Foto ist Hochschulratsvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Stadtmüller

Hochschulratsvorsitzender Prof. Dr. Ulrich Stadtmüller

Ein Screenshot vom Monitor zum Start des Mentoringprogramms „PH-MeNT: Mentoring, Networking und Training“. Rechts unten ist ein Foto von der Gleichstellungsbeauftragten Dr. Gabriele Theuer

Die Gleichstellungsbeauftragte PD Dr. Gabriele Theuer präsentiert Meilensteine des Jahres

Mit dem MINT Education Lab wurde im September 2021 ein weiterer attraktiver Raum für didaktische Lehr-Lern-Szenarien im Hörsaalgebäude eröffnet. Dem steht allerdings nach wie vor ein gewaltiges Flächendefizit von über 4000 Quadratmetern gegenüber, da die PH mit über 3.000 Studierenden mehr als anderthalbmal so viele Studierende hat wie Anfang der 1970er-Jahre kalkuliert. Die Nachfrage nach Studienplätzen ist vor allem im Lehramt Grundschule ungebrochen hoch. Die Nicht-Lehramtsstudienbereiche wurden im akademischen Jahr aber ebenfalls konsolidiert und ausgebaut. Seit 2020 gibt es einen Master of Science in Pflegewissenschaft; die Bachelorstudiengänge in Gesundheitsförderung und Prävention sowie Kindheitspädagogik wurden erfolgreich reakkreditiert. Auch der studentische Austausch konnte durch kreative Lösungen des Akademischen Auslandsamtes trotz Pandemie aufrechterhalten werden, beispielsweise durch die Mitnutzung digitaler Formate.

Im anschließenden Bericht der Gleichstellungsbeauftragten resümierte Privatdozentin Dr. Gabriele Theuer: „Das Akademische Jahr 2020/21 war aus Gleichstellungsperspektive ebenfalls sehr erfolgreich.“ Ein zentraler Schwerpunkt lag in der gleichstellungsbezogenen Organisations- und Personalentwicklung. So wurde der „GleicheChancenPlan“ für die Jahre 2022-2026 verfasst, der die bisherigen Errungenschaften im Gleichstellungsbereich verstetigt und weiterführt. Bedeutsam ist der Start des sehr nachgefragten Mentoringprogramms „PH-MeNT: Mentoring, Networking und Training“, das interessierte begabte (ehemalige) Lehramtsstudentinnen auf dem Weg in eine wissenschaftliche Im anschließenden Bericht der Gleichstellungsbeauftragten resümierte Privatdozentin Dr. Gabriele Theuer: „Das Akademische Jahr 2020/21 war aus Gleichstellungsperspektive ebenfalls sehr erfolgreich.“ Ein zentraler Schwerpunkt lag in der gleichstellungsbezogenen Organisations- und Personalentwicklung. So wurde der „GleicheChancenPlan“ für die Jahre 2022-2026 verfasst, der die bisherigen Errungenschaften im Gleichstellungsbereich verstetigt und weiterführt. Bedeutsam ist der Start des sehr nachgefragten Mentoringprogramms „PH-MeNT: Mentoring, Networking und Training“, das interessierte begabte (ehemalige) Lehramtsstudentinnen auf dem Weg in eine wissenschaftliche Laufbahn begleitet. Zudem konnten in diesem Jahr alle acht ausgeschriebenen Professuren mit einer Wissenschaftlerin besetzt werden und die PH so den Frauenanteil bei den Professuren erhöhen. Auch die Familienfreundlichkeit der PH wurde durch die Erweiterung der Kinderbetreuung für Kinder über drei Jahre weiter ausgebaut. Diese Angebote tragen zu einer nachhaltig geschlechtergerechten Lehre und Personalentwicklung an der Hochschule bei.

Zur Förderung der Genderkompetenz wurde der E-Learning-Kurs „Let’s talk about gender. Genderkompetenz in der Schule“ erweitert und kann nun mit einem Zertifikat abgeschlossen werden. Großen Anklang fand die Genderwoche zum Thema „Sex, Macht und Geschlecht“ mit vielfältigen Angeboten. Schließlich wurde am Dies Academicus hochschulöffentlich der Irma-Schmücker-Preis für eine herausragende Masterarbeit zu „Gendersensiblen Bilderbüchern“ verliehen.

Der Hochschulratsvorsitzende Prof. Dr. Ulrich Stadtmüller nannte im dritten Bericht die Vorbereitung und die (Wieder-)Wahl des Kanzlers, die Digitalisierung, insbesondere auch in der Ausbildung der Studierenden, die Bewältigung der Herausforderungen in der Coronakrise sowie die Anmeldungen für den nächsten Staatshaushaltsplan als wichtigste Themen des vergangenen Jahres für den Hochschulrat. Zuletzt stand die Schwerpunktsetzung im Struktur- und Entwicklungsplan für die Jahre 2022-2026 im Mittelpunkt. Er bedankte sich für die engagierte und erfolgreiche Arbeit des Rektorates und aller Mitglieder der PH Schwäbisch Gmünd in 2021, verwies aber darauf, „dass die PH dringend bauliche Erweiterungen und eine breitere Ressourcenbasis benötigt“.