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Die Erforschung des Weltraumes mit poetischen Mitteln – Malereien und Lithographien zu Planeten und ihre Namen

Jeweils ein großformatiges Gemälde auf Leinwand sowie eine Farblithographie zu den acht Planeten unseres Sonnensystems hat Achim Brückner in den letzten beiden Jahren geschaffen. Der Künstler, geboren in Aalen, lebt und arbeitet in Nürtingen und hatte in den letzten Jahren auch Lehraufträge an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Dort stellt er nun diese aktuellen Arbeiten, deren Entstehung durch ein Projektstipendium des Landes Baden-Württemberg gefördert wurde, in den Räumen der Hochschule aus.

Der Künstler Achim Brückner, sitzend. Er hält eine Palette in der linken und einen Pinsel in der rechten Hand.

Sein Blick ist der eines Malers und Grafikers, der gleichermaßen inspiriert durch naturwissenschaftliche Fotografien sowie Geschichten, Mythen und Erzählungen den bewegten Himmelskörpern unseres nächtlichen Firmaments näher zu kommen sucht. Die Bilder sind „ein Blick in die Kinderstube der Naturwissenschaften, als die die Astronomie gesehen werden kann, wie auch ein Rückblick auf die Entstehung von Sternenreligionen“, ein „Blick zurück in eine Denkwelt ohne Fächergrenzen, in der Sternenkunde und Religion sich noch gegenseitig bedurften“, schreibt Physikprofessor Lutz Kasper in den Texten, die die Ausstellung begleiten.

Venus, die Göttin der Liebe, entsteigt der Muschel, betrachtet sich in der spiegelnden Kugel vor einem glutroten Planetenball, auf dem die Oberflächentemperatur von 470°C spürbar scheint. Demeter, die liebevoll gebende Göttin der Erde nährt ihr Kind. Und Mars, der kriegslüsterne Gott, die Personifikation der Kampfeslust erscheint gleichermaßen als muskulöser Körper, antiker Fürst und Astronaut im Schutzanzug. Zeitgenössische Besiedelungsfantasien verkörpert der Mars-Rover auf dem roten Sand des Planetenbodens.

Alle acht Leinwände in der richtigen Reihenfolge des Sonnensystems gehängt sind auf dem langen Hochschulflur zu sehen. Eindrucksvoll nimmt mit zunehmender Sonnenentfernung der Planeten auch die Farbtemperatur der Bilder ab. Und einige Schritte weiter finden sich die kleineren gerahmten Lithographien, gleichermaßen grafisch wie in den Bilderzählungen reichhaltig, vielschichtig und zuweilen mit leicht verspieltem Humor und abgründiger Poesie.

Für Angehörige der Hochschule und einzelne Besucherinnen und Besucher ist die Ausstellung bereits jetzt zu sehen. Einer größeren Öffentlichkeit werden die Bilder dann im nächsten Jahr zugänglich sein, wenn eine Ausstellungseröffnung unter hoffentlich unbedenklicheren Bedingungen wieder möglich sein wird.

Das Begleitheft zur Ausstellung von Prof. Kasper „Von Götterbildern und Wandelsternen: Mythologie und Astronomie unserer Planeten“ kann bereits jetzt als Download gelesen werden:
https://physik-phsg.de/application/files/4916/3947/8653/Planeten_Handreichung.pdf