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Concerto in tempore belli – Ein Konzert in Zeiten des Krieges

Ein ganz besonderes Konzert gibt es am Samstag, 2. Juli, um 20 Uhr in der Auferstehung-Christi-Kirche in Bettringen und am Sonntag, 3. Juli, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Unterschneidheim. Die Musikstudierenden der PH Schwäbisch Gmünd bringen ihre musikalischen Entdeckungen zur Aufführung, die sie unter der Leitung von Prof. Dr. Hermann Ullrich aus wertvollem, jahrhundertealtem Notenmaterial erarbeitet haben.

Trompeten, Pauken, Kanonenrohre und -kugeln am Portal der Deutschordenskirche St. Mauritius Westhausen

Trompeten, Pauken, Kanonenrohre und -kugeln am Portal der Deutschordenskirche St. Mauritius Westhausen

Es handelt sich durchweg um Werke, die nach ihrer Wiederentdeckung erstmals zu hören sein werden. Dem Charakter einer Uraufführung entspricht das Klangbild ihrer Entstehungszeit. Denn die Studierenden, die solistisch und als Vokalensemble auftreten, werden begleitet von einem Barockorchester mit historischen Instrumenten: Dem Arsatius Consort in internationaler künstlerischer Besetzung unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Brunner, Freiburg. Als Solisten treten hinzu: Dr. Robert Crowe (male soprano), Susanne Meyer (Sopran), Lena Gronbach (Alt), Ali-Hizir Cankiran (Tenor), Linus Weller und Volker Maria Rabe (Bass) sowie Gerhard Abe-Graf (Cembalo). Am Pult stehen wechselweise Solveig Lübbe und Mario Kay Ocker. Die Musik stammt durchweg von Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem heutigen Ostalbkreis, wie Franz Bühler, Johann Melchior Dreyer oder Joseph Ohnewald. Sie alle haben ihre Werke in Zeiten der Napoleonischen Kriege geschrieben, »in tempore belli«. Und doch findet sich kein Anklang an bedrückende Schwermut: Mit ihrem optimistischen Habitus setzt die Musik einen hoffnungsvollen Kontrapunkt zur damals wie heute schweren Weltlage. Im Konzert erfolgen Aufnahmen für eine CD.  Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Der Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.