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Kärnten nutzt Gmünder Modell zur Gesprächsführung

Die Lehrkräftefortbildung zum Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG) ist in Baden-Württemberg landesweit erfolgreich im Einsatz, wie gerade erst eine Evaluation ergeben hat. Jetzt hat auch das österreichische Bundesland Kärnten das Modell in die Fortbildung der Lehrkräfte und Elementarpädagogen und -pädagoginnen aufgenommen. Prof. Dr. Gernot Aich und Christina Kuboth von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, die das Gmünder Modell zur Gesprächsführung vor ein paar Jahren entwickelt haben und seitdem in Baden-Württemberg anwenden, haben bereits die erste Multiplikatorenschulung an der Pädagogischen Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule umgesetzt.

Auf dem Foto sind Mag.a Elisabeth Nuart, Rektorin Prof. Mag. Dr. Marlies Krainz-Dürr, Prof. Dr. Gernot Aich, Christina Kuboth (v.l.)

Mag.a Elisabeth Nuart, Rektorin Prof. Mag. Dr. Marlies Krainz-Dürr, Prof. Dr. Gernot Aich, Christina Kuboth (v.l.)

Prof. Dr. Gernot Aich

Auf dem Foto sind Vizerektor DI Georg Sitter, Mag.a Elisabeth Nuart, Christina Kuboth und Prof. Dr. Gernot Aich (v.l.)

Vizerektor DI Georg Sitter, Mag.a Elisabeth Nuart, Christina Kuboth, Prof. Dr. Gernot Aich (v.l.)

„Elterngespräche werden häufig als Belastung erlebt”, beschreibt der Vizerektor der Viktor Frankl Hochschule Georg Sitter eine Erfahrung, die viele Pädagogen und Pädagoginnen von der elementaren Bildungseinrichtung bis zur höheren Schule teilen. Gleichzeitig hat die Zusammenarbeit mit Eltern eine große Bedeutung, so dass der Wunsch nach einer Qualifizierung in dem Bereich groß ist. Die Pädagogische Hochschule Kärnten hat das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern daher jetzt nach Kärnten geholt und Multiplikatoren für das e Training für Lehrkräfte und ElementarpädagogInnen von Aich und Kuboth schulen lassen.

Das Modell beruht auf den Grundlagen der Kommunikationspsychologie und der humanistischen Psychologie, genauer der Transaktionsanalyse und der personenzentrierten Beratung in Kombination mit Modellen des systemischen lösungsorientierten Ansatzes, die für die Gesprächsführung mit Eltern adaptiert wurden. Durch diese Ansätze sollen die Lehrkräfte eine Möglichkeit haben, die Gespräche konfliktfreier und lösungsorientierter zu führen. „Wie ein Kompass, der uns beim Navigieren auch in schwierigen Gesprächen unterstützt. Das vielbeschworene Ins-Boot-Holen der Eltern nimmt so konkrete Formen an“, erklärt Mag.a Elisabeth Nuart von der Viktor Frankl Hochschule das Potential, das in diesem Modell steckt.

In Baden-Württemberg wird das Training zum Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern als landesweite Lehrkräftefortbildung eingesetzt.  Die Umsetzung erfolgt auch hier über Multiplikatoren. Eine aktuelle begleitende Evaluation zeigt, dass die Schulung der Multiplikatoren in den wichtigen Punkten zielführend ist. Die Ergebnisse belegen die hohe Zufriedenheit mit der Schulung, den adäquaten Aufbau, die didaktisch sehr gut vermittelten Inhalte sowie die hohe Zielerreichung in den Bereichen Gesprächsführungskompetenz, methodisch-didaktische Umsetzung der Trainings und Beratung. Auf einen gelungenen Implementationsprozess deuten auch die Evaluationsergebnisse hinsichtlich der Implementationsoutcomes Akzeptanz, Übernahme und Angemessenheit hin. In einem nächsten Schritt konnten als weitere Kriterien für erfolgreiche Multiplikator*innen-Schulungen Merkmale einer förderlichen Lernatmosphäre sowie begünstigende Eigenschaften und Qualifikationen von AusbilderInnen und Schulungsteilnehmenden identifiziert werden.

Die Evaluation steht online zur Verfügung:
https://www.reinhardt-journals.de/index.php/peu/article/view/154198