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In der Grundschule für Naturwissenschaften begeistern

Das Engagement von Schülerinnen und Schülern kann durch Methoden des geöffneten Experimentierens und das Lösen noch unstrukturierter Probleme deutlich erhöht werden. Dies konnte Dr. Christine Waldenmaier von der PH Schwäbisch Gmünd durch die Evaluation des Projekts „Heidenheimer Kinder und Wissenschaft“ (HeiKiWi) im Rahmen ihrer Promotion belegen.

Foto: Bernhard Müller

Waldenmaier erhob über mehrere Jahre hinweg in verschiedenen Jahrgängen der Primarstufe Daten zur Lernmotivation und erarbeitete ein naturwissenschaftliches Lehr-Lern-Angebot konzeptuell und inhaltlich. Die von ihr als Erhebungsinstrument eingesetzte Leuvener Engagiertheitsskala erwies sich als aussagekräftiges valides Mittel zur direkten Beobachtung von Engagiertheit bei naturwissenschaftlichen Settings der Primarstufe. Ein zentrales Ergebnis ihrer Untersuchungen ist, dass Kinder in einer weitgehend geöffneten problemlösungsbasierten Lernumgebung hohes Engagement und damit eine hohe affektive Beteiligung erreichen. Dies sind die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen nachhaltigen Kompetenzerwerb im naturwissenschaftlichen Unterricht und die Aneignung wichtiger Kompetenzen wie kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeit, Kommunikation und Zusammenarbeit, Kreativität und Innovation. Lehrkräfte, die ihren Unterricht öffnen und ihre Lernumgebung problemlösungsorientiert gestalten, profitieren ferner von einer hohen Motivation, gesteigertem Wohlbefinden sowie der erhöhten kognitiven Aktivierung der Kinder - wichtige Voraussetzungen für das Erlernen von Handlungsfähigkeit in einer Welt mit ständig neuen komplexen Herausforderungen.

 

Weitere Informationen

Christine Waldenmaier: Untersuchungen zur Wirkung unterschiedlicher methodischer Varianten im naturwissenschaftsbezogenen Sachunterricht der Grundschule auf die Engagiertheit von Schülerinnen und Schülern beim Explorieren. Schwäbisch Gmünd. 2023. urn:nbn:de:bsz:752-opus4-4562