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An einem Strang: Optimierung der Einsatzverpflegung der Bereitschaftspolizei

Das für eine Vielzahl an Spezialkräften in Baden-Württemberg zuständige Polizeipräsidium Einsatz und das Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung der PH Schwäbisch Gmünd arbeiten in einem gemeinsamen Projekt an der Verpflegung der Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei.

© PP Einsatz

Beinahe täglich, zu jeder Tages- und Nachtzeit, und bei Wind- und Wetter, leisten die weit über tausend Einsatzbeamtinnen und Einsatzbeamten im Ländle ihren Dienst. Bei Großlagen jedweder Art, demonstrativen Ereignissen und Sportveranstaltungen. Darüber hinaus leisten die Einsatzkräfte des PP Einsatz Unterstützungsarbeit bei den Polizeidienststellen in ganz Baden-Württemberg und auf Anforderung sogar im gesamten Bundesgebiet.

Dabei sind die Einsatzkräfte körperlich und mental extrem gefordert. Häufig dauern die kräftezehrenden Einsätze viel länger als ein gewöhnlicher 8-Stunden-Tag und fordern ihren Tribut, auch im Hinblick auf die Verpflegung im Einsatz. Nicht selten können Hunger und Durst nur zwischen Tür und Angel gestillt werden. Das stellt die betroffenen Beamtinnen und Beamten, aber auch die für die Verpflegung verantwortlichen Küchenbetriebe des PP Einsatz vor große Herausforderungen.

Eine 2022 durchgeführte Gesundheitsanalyse der PH unter Leitung Prof. Dr. Birte Dohnke und Katja Schleicher zeigte, dass für die Polizisten und Polizistinnen eine gesundheitsfördernde Ernährung bei den Einsätzen einen hohen Stellenwert hat. Eine daran anknüpfende Nährstoffanalyse unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Lührmann unter Mitarbeit von Stefan Ambacher und Dr. Melanie Schneider ergab, dass die Einsatzverpflegung Optimierungspotential aufweist.

Das Polizeipräsidium Einsatz unter der Leitung von Polizeipräsident Anton Saile und die PH arbeiten daher in einem partizipativ gestalteten Kooperationsprojekt daran, die Zufriedenheit der Einsatzkräfte, aber auch die ernährungsphysiologische Qualität der Einsatzverpflegung zu verbessern.

Aktuell läuft eine Online-Befragung unter den rund 1.400 Einsatzbeamtinnen und Beamten, in der die konkreten Wünsche und Bedürfnisse erfasst werden. Unter Einbeziehung aller Küchenmitarbeitenden wird die Einsatzverpflegung dann unter Berücksichtigung der vor Ort verfügbaren Mittel und Rahmenbedingungen bis zur Fußball Europameisterschaft optimiert.

Mit dem Projekt können wir die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zugleich die Einsatzbedingungen verbessern“, bewertet Anton Saile, Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Einsatz, die Maßnahme. Mein Dank geht daher an die PH für die sehr konstruktive und gute Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit!