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Musik digital lernen – Neue Kooperation mit der Schäfersfeldschule
Die Kooperation wurde von Frank Ebert von der Schäfersfeldschule Lorch und Prof. Dr. Ina Henning, Professorin für Musik und ihre Didaktik an der PH Gmünd, initiiert. Den Workshop leiteten Thilo Ruck von der PH Heidelberg und dem Netzwerk Neue Musik sowie Milena Roder von der Musikhochschule Stuttgart. Im Mittelpunkt standen dabei das Lernen in geöffneten Lernräumen, das Kennenlernen der Prinzipien von Maker Spaces, die eine Do-it-Yourself-Mentalität fördern, sowie der kreative Umgang mit digitalen Medien. Schülerinnen und Schüler arbeiteten auf Augenhöhe mit Studierenden in Stationen und konnten so spannende, neu gestaltete Klänge entdecken, verändern und neu kombinieren. Die musikalische Neugier und der gemeinsame Erkundungsweg zum Klang wurden durch den Einsatz von MIDI-Controllern, Programmen und Apps wie „Scratch“ und „Mind+“ sowie durch Einplatinencomputer gefördert.
Spielerische Übungen ermöglichten den Teilnehmenden ein Vertrautwerden im Umgang mit den Tools und den Prinzipien des Makerspaces, aus denen nach und nach erste eigene Klangideen entstanden, die an verschiedenen Stationen je nach Interesse vertieft werden konnten. Im weiteren Verlauf lag der Fokus auf der Ausarbeitung einer gemeinsamen Projektidee in Kleingruppen, wobei ein lebhafter Austausch zwischen Studierenden und Schülerinnen und Schülern entstand. Die unterschiedlichen Perspektiven ergänzten sich dabei ideal und mündeten in eine Projektpräsentation am Nachmittag, die als Rundgang gestaltet wurde. Begleitet wurde dieser von der Anaconda Film GbR, die ausgewählte Momente für den neuen Werbefilm der Abteilung Musik dokumentierte.
Die Vielfalt der entstandenen Projektideen reichte von selbst gesampelten Klängen ungewöhnlicher Oberflächen über die Entwicklung musikalischer Sequenzen mit Scratch bis hin zur Programmierung eines Einplatinencomputers für eine Spiel- und Soundsequenz. Es entstanden Loops, die analoge und digitale Klänge kombinierten, Klanglandschaften, die Stimmungen erzeugten, sowie eine Präsentation, in der sich Elemente bildender Kunst in Musik verwandelten – und umgekehrt. Alle Beteiligten zeigten sich begeistert vom kreativen Arbeitsprozess und den Ergebnissen. Eine Fortsetzung der Kooperation ist für die Zukunft bereits geplant.